Brake - Um den Kindern psychisch kranker Eltern Unterstützung zu bieten, hat der Landkreis Wesermarsch ein Patenschaftsmodell gestartet. Seit November 2012 haben Susanne Ellinghusen, Michaela Onken, Jörg und San-dra Peters, Inge Biesinger und Gudrun Yostes unter der Leitung von Dozentin Ilka Albers wöchentlich drei Stunden lang gelernt und sich zu ehrenamtlichen Paten ausbilden lassen. Sie lernten dabei auch die unterschiedlichsten Formen der Erkrankung kennen.

Ein Ziel des Projektes ist es, den betroffenen Familien konstante Bezugspersonen an die Hand zu geben. Durch regelmäßige Kontakte in ruhigeren, aber auch in turbulenteren Phasen können die betroffenen Kinder Vertrauen zu den Paten fassen. Zu wissen, in Krisensituationen bei der Patenfamilie unterzukommen, ist für sie enorm wichtig. Die Mädchen und Jungen müssen nicht fürchten, bei völlig unbekannten Menschen zu verweilen, bis ihre Erziehungsberechtigten wieder in der Lage sind, sich um sie zu kümmern. Die Patenfamilien begleiten die Kinder ein Stück auf dem Lebensweg und geben ihnen dadurch Halt und Stabilität.

Den Kindern einen normalen Alltag und eine angenehme Zeit zu ermöglichen, ohne eine Konkurrenz für die Eltern zu sein, ist eine Aufgabe der Paten. Sie sollen sich mindestens alle zwei Wochen für mindestens zwei Stunden mit ihnen treffen, um sie besser kennenzulernen. Das Kindeswohl erkennen und danach zu handeln, ist ein Leitmotiv der ehrenamtlichen Tätigkeit.

Die neu ausgebildeten Paten werden sich künftig einmal im Monat treffen, um ihre Erfahrungen auszutauschen, wenn sie dann erstmalig durch das Jugendamt Wesermarsch mit der Betreuung von Kindern beauftragt worden sind.

Zuständig für Vermittlung und Kontakte ist Hauke Grzibek im Jugendamt im Kreishaus. Die Vermittlung dieser ehrenamtlichen Paten ist für die Eltern mit keinerlei Kosten verbunden. Hauke Grzibek ist unter t    04401/927475 zu erreichen.