Cloppenburg - Vor sechs Jahren ist der Palliativstützpunkt Cloppenburg ins Leben gerufen worden. Ziel ist es seitdem, schwer kranken Menschen medizinische und therapeutische Unterstützung anzubieten, ohne ihnen das gewohnte Lebensumfeld zu nehmen. Bedeutet: Der Aufenthalt im Krankenhaus soll nur einen Teil der umfassenden Begleitung ausmachen. Das Kooperationsmodell, an dem sich das St.-Josefs-Hospital Cloppenburg maßgeblich beteiligt, umfasst zwölf direkt an den Stützpunkt angegliederte Palliativmediziner sowie speziell geschulte pflegerische Fachkräfte.
Am St.-Josefs-Hospital bildet die palliativmedizinische Versorgung seit vielen Jahren einen Schwerpunkt innerhalb der Inneren Medizin. Nach dem Ausscheiden von Dr. med. Aloys Klaus wird nun der Chefarzt der Onkologie und Hämatologie, Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Bäsecke, die medizinische Verantwortung für den Bereich übernehmen.
Die sogenannte spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) überträgt das ganzheitliche Betreuungskonzept einer stationären Palliativversorgung aus medizinischer und pflegerischer Symptomlinderung, psychosozialer Beratung und seelsorgerischer Begleitung auf das Zuhause der Patienten. Dr. med. Matthias Wenck, Vertreter der niedergelassenen Ärzte im Netzwerk, gehört zu den Gründungsmitgliedern des Palliativstützpunkts. „Die Situation zu Hause muss vorbereitet, und die Angehörigen müssen einbezogen werden. Neben allen medizinischen Aspekten ist es uns wichtig, ein stressfreies Umfeld zu gewährleisten und als qualifizierte Ansprechpartner für die Patienten und ihre Familien da zu sein.“
Kooperationspartner im Netzwerk, das neben dem Landkreis Cloppenburg auch den Nordkreis Vechta umfasst, sind neben den niedergelassenen Ärzten unter anderem mehrere Pflege-, Beratungs- und Hospizdienste.
Infos zur Palliativversorgung erteilt Koordinator Dieter Rolfes unter
