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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Personalsuche mit Hochspannung

22.03.2014

Oldenburg Verlässlichkeit: Nichts wünscht sich die Branche der Erneuerbaren Energien derzeit sehnlicher als stabile Rahmenbedingungen. Dies wurde auch am Freitag zum Auftakt der Job- und Bildungsmesse „zukunftsenergien nordwest“ in der Oldenburger Weser-Ems-Halle deutlich, wo die derzeitige Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für alle Teilnehmer stets im Raum schwebte.

Von „entscheidenden Wochen“ sprach der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) bei einer auf der Messe stattfindenden Podiumsdiskussion. „Wenn es uns jetzt nicht gelingt, verlässliche Bedingungen zu schaffen, werden die Offshore-Anlagen in Zukunft nicht mehr in Deutschland gebaut.“ Er nahm damit auch Bezug auf eine in dieser Woche veranstaltete Warnaktion der IG Metall Küste sowie des Bundesverbandes Windenergie, die auf die derzeit schwierige Lage insbesondere der Offshore-Industrie aufmerksam gemacht hatte.

Die Verunsicherung der Branche war auch auf der Messe zu spüren. So nahm die Zahl der Aussteller im Vergleich zum Vorjahr von 79 auf 68 ab. „Die politischen Rahmenbedingungen sind derzeit schwierig“, sagte Corinna Wermke vom Veranstalter Forwind, Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Bremen und Hannover. Dennoch: „Der Bedarf an Fachkräften bleibt“, sagte Wermke und teilte damit die Meinung der auf der Messe vertretenden Unternehmen, Hochschulen und weiteren Institutionen.

Bedarf an Fachkräften

„Wir können es uns nicht leisten, auf die Fachkräfte zu verzichten, sonst sind sie nämlich weg“, sagte Florian Rathkamp, Personalreferent für Nachwuchskräfte beim Windanlagenbauer Enercon aus Aurich. Zwar sei man aufgrund der derzeitigen politischen Diskussion zwiegespalten, doch „egal wie die Vergütung geregelt wird, Windenergie bleibt eine sichere Bank.“

Ein Eindruck, den nicht nur die Unternehmen zu teilen schienen, sondern auch die potenziellen Nachwuchskräfte der Branche. So besuchten bereits am Vormittag rund 800 Interessenten die Halle, und die verschiedenen Kennzeichen auf dem Parkplatz verdeutlichten, dass die Messe weiter Zugkraft besitzt. „Es ist eine sehr spezielle Messe, bei der viele interessierte Besucher zu uns an den Stand kommen“, zeigte sich Rathkamp mit der Resonanz zufrieden.

„Gesucht werden viele engagierte Leute aus den unterschiedlichsten Bereichen“, bestätigte auch Christian Schnibbe, Leiter der Kommunikation beim Bremer Projektentwickler WPD. Benötigt würden nicht nur Ingenieure, sondern Nachwuchskräfte aus allen Bereichen, vom Geologen bis zum Kaufmann.

Hervorragende Chancen

„Wenn wir die schwierigen Bedingungen überwinden, stehen jungen Menschen hervorragende Chancen in der Branche bevor“, machte auch Minister Lies den Anwesenden Mut und lag damit auch auf einer Linie mit dem ehemaligen Oberbürgermeister Oldenburgs und langjährigen Präsidenten des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, Dietmar Schütz, der die Messe zusammen mit Oldenburgs Stadtbaurätin Gabriele Nießen und Prof. Dr. Bernd Siebenhüner (Universität Oldenburg) eröffnet hatte.

„Es wird weitergehen, wir könnten allerdings ein paar Stoppschilder auf dem Weg entfernen“, sagte Schütz.

Und auch Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB, bekräftige, auch in Richtung der arbeitsuchenden Besucher gerichtet: „Ich erlebe bei den Erneuerbaren Energien seit 20 Jahren ein Auf und Ab, es wird jetzt auch wieder aufwärts gehen. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien.“

An diesem Sonnabend wird die Messe von 10 bis 16 Uhr fortgesetzt.


     www.zukunftsenergien-nordwest.de 
Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-wirtschaft 
Martin Thaler
Volontär
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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