PETERSDORF - „Ein Fahrrad komplett neu aufzubauen macht mir am meisten Spaß“, ist sich Simon Brunnberg sicher. Gerade hat der 20-Jährige Böseler seine Prüfung zum Zweiradmechaniker bestanden. Gern blickt er auf seine Ausbildung zurück: Beim Fahrradfachhandel Otto Potthast in Petersdorf liefen seine Lehrjahre so ab, wie er sie sich zuvor vorgestellt hatte.

Im August 2008 hatte er seine Ausbildung begonnen. In den ersten zwölf Monate absolvierte er ein Berufsgrundbildungsjahr. Im Betrieb lernte er im zweiten Lehrjahr ausführlich unter Anleitung von Otto Potthast, dem Inhaber des Fahrradgeschäfts, worauf es in der Praxis ankommt.

Inzwischen kann er, mit dem Gesellenbrief in der Tasche, natürlich selbstständig arbeiten. Sein Hauptaufgabenbereich liegt in der Reparatur von Fahrrädern. Außerdem muss er bei neu angelieferten Rädern nachsehen, ob alles auch ordnungsgemäß funktioniert.

Da es eine Vielzahl unterschiedlicher Fahrradtypen gibt, wird es in der Werkstatt für Simon nie langweilig. Jedes Rad habe unterschiedliche Teile, die ordnungsgemäß montiert sein müssen. Besonders kompliziert seien dabei Elektroräder: „Ich musste mal einen Sensor am Elektrorad austauschen, das war schon nicht einfach“, berichtet der Böseler. Doch davon abgesehen weiß er, dass „die Werkstatt genau sein Ding ist“.

Im Geschäft hat er außerdem gelernt, wie man die Räder als Blickfang aufstellt. Kreativität ist dabei wichtig. Allerdings ist in seinem Beruf grundsätzlich mehr das handwerkliche Können gefragt. „Man sollte schon wissen, wie man eine Schraube dreht“, meint Simon zu den Voraussetzungen für seinen Beruf. „Außerdem macht man sich an den Rädern die Hände schmutzig “, ergänzt Potthast, „da darf man nicht pingelig sein“.


Otto Potthast legt Wert darauf, dass die Auszubildenden „Lust und Liebe am Beruf“ mitbringen. Simon habe diesen Willen zum Arbeiten mitsamt seinem Hauptschulabschluss mitgebracht.