PETERSDORF - „Es war ein schönes und sehr interessantes Jahr“, sagt das noch amtierende Königspaar Dietmar und Maria Frye von der St. Franziskus Schützenbruderschaft Petersdorf. Beide blicken gerne auf die vergangenen Monate zurück. Begonnen hatte alles beim Königschießen, das immer zwei Wochen vor dem Schützenfest stattfindet. Der Wunsch, einmal Vereinskönig zu sein, hatte Frye schon länger.

Als er dann 19 Ringe vorlegte, konnte mit Daniel Cloer noch ein Schütze nachziehen. Das Stechen konnte Frye dann für sich entscheiden. Ehefrau Maria war bereits „vorgewarnt“ und wurde telefonisch über den Königstreffer informiert. Mit Ralf und Susanne Barsties sowie Ludger und Gerda Schewe sowie Dieter Burrichter als Mundschenk war schnell ihr Throngefolge gefunden. Bereits weniger später standen die Schützenbrüder und Schützenschwestern vor der Haustür und mit musikalischem Geleit ging es zum Königsball in den Löwenfestsaal. „Das war ein toller Abend“, sind sich beide über den sehr gut besuchten Ball einig. Die 14 Tage bis zum Schützenfest waren sehr „lange und arbeitsreiche“ Tage. Da waren auch die Nachbarn gefragt. Der Kranz musste gebunden und aufgehängt werden, Blumen gemacht werden. Für die Damen galt es, die Kleiderfrage für den großen Tag zu klären. Am Schützenfestsonnabend waren dann die Thronabnahme und die Weinprobe auf dem Programm.

Am Sonntagmorgen wurden dann die einzelnen Kompanien beim Frühschoppen besucht. Am Montag, war es dann soweit. Das Königspaar wurde abgeholt und mit der Kutsche ging es zum Festplatz. Hier nahm dann der stellvertretende Brudermeister Josef Burrichter die Proklamation vor. Der anschließende Festball blieb für beide unvergesslich. Der Thron war sehr gut besucht worden an diesem Abend. Gerne erinnert sich König Dietmar daran, wie er als „Dirigent“ den Musikverein Thüle aufspielen ließ.

Zuvor hatte ein guter Bekannter aus Holdorf ein Versprechen wahr gemacht. Mit der Schützenuniform aus Holdorf gesellte er sich unter die Petersdorfer Schützen und nahm so am Festmarsch teil. Am Dienstagmorgen folgte ein Frühschoppen.

In den vergangenen Monaten standen dann viele Verpflichtungen an. So nahm man an den Schützenfesten in Bösel, Garrel, Thüle und Wardenburg teil. Beim Bezirkskönigschießen vertrat Frye die Petersdorfer Bruderschaft. Vertreten war man auch auf dem Schützenball und auf Festlichkeiten wie Hochzeiten oder Silberhochzeiten von Vereinsmitgliedern. Am kommenden Sonnabend, 28. Juni, wird der Nachfolger bzw. die Nachfolgerin von Dietmar Frye ermittelt. Ob Frye noch einmal die Königswürde erringen würde? „Ich glaube kaum, denn das war ein absolutes Highlight, was nicht zu überbieten sein wird“, ist seine Antwort. Noch aber sind sie bis zum Schützenfestmontag am zweiten Juli-Wochenende in Amt und Würden.