PETERSDORF - PETERSDORF - Sie nisten häufig in Blumentöpfen, in versteckten Winkeln unter dem Dach oder einfach nur im Blumenkranz vor der Haustür. Jetzt haben sich Grauschnäpper erneut im Hauseingang der Familie Brinkmann in Petersdorf eingenistet, dort ihre Eier abgelegt und inzwischen fünf Jungtiere ausgebrütet, die in wenigen Tagen flügge sind und das Nest verlassen werden.
Paula und Heinrich Brinkmann erleben den Besuch der Grauschnäpper bereits seit mehreren Jahren in Folge. Paula Brinkmann: „Sie nisten schon seit drei Jahren in dem Blumenkranz an der Haustür.“ Besucher und Freunde der Familie wissen Bescheid. Sie benutzen nach Möglichkeit den Hintereingang, um die Vögel nicht zu stören. Heinrich Brinkmann: „Das sind ganz treue Untermieter.“
In allen drei Jahren haben die Grauschnäpper bei Brinkmanns Eier in das Nest gelegt und ausgebrütet. Heinrich Brinkmann hat die Tiere genau beobachtet: „Sie kommen meistens im Mai, wenn es hier langsam wärmer wird. Aber in diesem Jahr kamen sie mit einigen Wochen Verspätung. Das hat wohl an dem kühlen Frühlingswetter gelegen.“ Manchmal brüten die Grauschnäpper in Petersdorf sogar zweimal im Sommer ihre Eier aus. Paula Brinkmann: „Meistens sind sie aber im August schon wieder weg.“ Das erklärt sich leicht, denn Grauschnäpper gehören zu den Zugvögeln und suchen bereits im Spätsommer wieder den Weg in wärmere Gefilde im Süden Europas.
Was die Ernährung der treuen Vögel angeht, müssen sich Paula und Heinrich Brinkmann keine Sorgen machen. Zufüttern ist nicht notwendig: „Grauschnäpper ernähren sich größtenteils von Fliegen, die sie im Flug schnappen.“
