PETERSFEHN - Ein Erlebnis, das sie in ihrem Leben nicht missen möchte, hatte die Petersfehner Schülerin Rieke Borchers. Die hochbegabte Gymnasiastin hatte eine Einladung zur Teilnahme an der „Global Young Leaders Conference“ (GYLC) erhalten, die vom 29. Juni bis 10. Juli in Washington und in New York stattfand. Zu diesem Austausch trafen sich 350 Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, um weltpolitische und wirtschaftliche Fragen zu erörtern. Der Zwischenahner Gymnasiallehrer Joachim Puzik hatte die 17-jährige Petersfehnerin für die Teilnahme vorgeschlagen. Ausschlaggebend waren ihre guten schulischen Leistungen gewesen.

Diese internationale Schülerbegegnung hätte an Kosten mehr als 5000 Euro gefordert, so die Eltern Annette und Rainer Borchers. Die Teilnahme wurde von der Bad Zwischenahner „Erwin-Roeske-Stiftung“ mit 1500 Euro unterstützt. Aus den Vermögenserträgen der Stiftung, so die Vorgabe des Gründers, sollen unter anderem hochbegabte Kinder durch materielle Unterstützungen gefördert werden.

Die Teilnehmer dieses Treffens kamen laut Rieke Borchers aus allen Nationen. Aus Deutschland war Rieke die einzige Schülerin. Es wäre beileibe kein Ferienaufenthalt gewesen, denn in den USA wären sie schon gefordert worden, stellt die junge Gymnasiastin klar. In der ersten Woche hätten sie die Hauptstadt Washington erkundet. In der zweiten Woche habe New York als „Lern- und Erlebnisstadt“ die Gruppe begeistert. Jeder Schüler musste als Hauptthema eine Kultur vertreten, die nicht die seiner Heimat war. Die Gruppe von Rieke vertrat „kulturmäßig“ Bolivien. Beinahe hätte sie das internationale Schülertreffen verpasst: Obwohl sie bereits sechs Monate vor Reiseantritt bei der Lufthansa den Flug gebucht hatte, sei ihr beim Einchecken in Frankfurt mitgeteilt worden, dass die Maschine überbucht sei. Ein anderer Fluggast verzichtete aber zugunsten der Schülerin.

Es sei schon ein besonderes Erlebnis gewesen, schilderte Rieke dem Roeske-Stiftungsvorstand. Schnell hätten sich viele Freundschaften gebildet. „Wir haben uns gegenseitig viel bei den Aufgaben geholfen“, berichtete sie. Die anderen Gruppenmitglieder hätten großes Interesse an Deutschland gezeigt, habe sie festgestellt. Als Dank für die von der „Roeske-Stiftung“ erfahrene Unterstützung überreichte sie dem Vorstand ein Fotoalbum mit Bildern des erlebnisreichen Aufenthalts.