Bockhorn - Das ist schon ein interessanter Weg, den das Friedenslicht aus der Geburtskirche in Bethlehem zurückgelegt hat. Per Flugzeug nach Linz in Österreich, per Zug nach Wien und München, von Pfadfindern aus Europa in alle Länder verteilt, auf zwei Eisenbahnstrecken auch nach Deutschland. In Oldenburg nahm es Werner Kleinschmidt vom Stamm Aldenburg in Empfang. Am Freitag brachte er es mit Gunda Kleinschmidt sowie Lynn und Marten Janssen in die Sankt-Cosmas-und-Damian-Kirche zu Bockhorn.

Da warteten schon die Jungen und Mädchen aus dem evangelischen Kindergarten. Während einer Andacht mit Pastor Thomas Piesker entzündete jedes Kind ein Friedenslicht und trug es zu seinen Eltern. Aber damit war der Weg des Lichtes noch nicht zu Ende. Eine Delegation mit der Kindergartenleiterin Gisela Ellermann an der Spitze wanderte mit Laternen ins Bockhorner Rathaus zum Bürgermeister. Kinder entzündeten dort eine Kerze – erstmals brennt das Friedenslicht nun auch in der Verwaltungszentrale. „Die Pfadfinder sind gute Botschafter für dieses Symbol der Mitmenschlichkeit. Schön, dass es auch den Weg von der kirchlichen in die politische Gemeinde gefunden hat“, sagte Bürgermeister Andreas Meinen.

Nach den Worten von Pastor Piesker sei dieses Licht ein Symbol dafür, dass Gott mit der Geburt von Jesus Frieden mit der ganzen Welt geschlossen habe. Es solle auch allen in unserem Gemeinwesen leuchten.

Beim Festgottesdienst am 26. Dezember, 10 Uhr, in der Sankt-Cosmas-und-Damian-Kirche geht es Piesker zufolge unter Bezug auf „das Flüchtlingskind Jesus“ um die Situation von afghanischen Asylsuchenden: „Sie leben mitten unter uns, in rechtlich prekärer Lage und ohne wesentlich bessere Perspektive. Es gibt aber Menschen, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ Wie Christiane Peiris: Sie wird im Gottesdienst über ihre Erfahrungen berichten.