PFAHLHAUSEN - Vor 250 Jahren, 1759, wurde Friedrich Schiller in Marbach am Neckar geboren. Im selben Jahr starb Georg Friedrich Händel in London und Friedrich II. musste in der Schlacht von Kunersdorf im Siebenjährigen Krieg eine schwere Niederlage einstecken. Große Namen, große Geschichte.
Eher unbekannt ist daneben das kleine, nur 3,2 Quadratkilometer große Dorf Pfahlhausen am südlichsten Rand der Gemeinde Berne. Gleichwohl verbindet es mit dem Jahr 1759 auch etwas. Vor 250 Jahren wurden die ersten Ansiedlungen in Pfahlhausen nachweislich im Erdbuch, dem Vorläufer des Brandkassenregisters, von Berne registriert. Grund genug für die hier heute lebenden achtzig Pfahlhauser, das mit einem großen Fest zu begehen.
Nach einem Gottesdienst, gehalten von Pastor Ingmar Hammann, und musikalisch umrahmt vom Bläserensemble, ging man zunächst mit einer Kaffeetafel zum gemütlichen Teil über.
Ein großer Moment kam dann in den frühen Abendstunden für den ältesten Einwohner, Menno Langhoop und die jüngste Einwohnerin, Judith Teske. Dem 79-Jährigen und der Zweijährigen kam die Aufgabe zu, den Gedenkstein, der an die 250 Jahre erinnern soll, auf dem Dorfplatz an der Ocholter Straße feierlich zu enthüllen. Er soll ein sichtbares Zeichen sein und ein bleibendes Erinnerungsstück für nachfolgende Generationen.
Alten Überlieferungen zur Folge ist der Name Pfahlhausen auf die bei der Errichtung der ersten Siedlerhäuser mit Anbauten auf die verstärkte Verwendung von „Pfahlholz“ zurückzuführen. Dies ist in der Festschrift, die zum Dorfjubiläum erschienen ist, nachzulesen. Der Arbeitskreis „Dorfjubiläum Pfahlhausen“ richtet seinen Dank an Heino Vette aus Neuenhuntorfermoor, der mit seiner umfangreichen Sammlung historischer Dokumente viel zum Gelingen der Festschrift beitragen konnte. Für die Pfahlhauser steht fest, dass das dörfliche Miteinander auch in Zukunft unumstößlichen Bestand haben wird.
