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Pflanzengift führt zu Leberschäden

SANDRA SPIEKER

Frage:

Herr Wolber, Experten warnen immer häufiger vor der Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes. Was ist das für eine Pflanze und welche Gefahr geht von ihr aus?

Wolber:

Das Jakobskreuzkraut ist eine mehrjährige Pflanze, gelb blühend mit 13 so genannten Zungenblättern. Die Pflanze entwickelt sich zu einer Rosette. Sie blüht im Juli und August. In ihr enthalten ist ein giftiger Wirkstoff, der die Leber schädigt. Der kann auch für Menschen gefährlich sein, doch üblicherweise wird das Jakobskreuzkraut ja nicht verzehrt. Eine Verfütterung an Tiere sollte auch auf jeden Fall vermieden werden, da bereits nach Aufnahme geringer Futtermengen Leberschäden zu erwarten sind und der Körper nur schwerlich zu entgiften ist.

Frage:

Taucht das Kraut auch hier im Oldenburger Land auf?

Wolber:

Ja, im gesamten Bereich Weser-Ems ist das Jakobskreuzkraut verbreitet, etwa auf wenig genutzten Weiden, Brachflächen, an Wegrändern oder Böschungen. Beim Jakobskreuzkraut handelt es sich um einen einheimische Pflanze, die seit je her in Deutschland vorkommt. Aber gerade in den letzten zwei Jahren hat sich die Pflanze aufgrund der Witterungsbedingungen und der warmen Winter stark ausgebreitet.

Frage:

Was sollte man tun, wenn man das Kraut im eigenen Garten entdeckt?

Wolber:

Wir empfehlen, in Privatgärten die Pflanze sofort auszustechen und auf dem Kompost zu entsorgen. Besser ist es aber noch, sie beim nächsten Brenntag komplett zu vernichten.

Thema: Jakobskreuzkraut in Weser-Ems

Dr. Dirk Wolber, Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Hannover

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