Löningen - Seit rund 20 Jahren gibt es Bemühungen, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern, die an einer todbringenden Erkrankung leiden. Außerhalb von Hospizen und Palliativstationen sind die Prinzipien und Kenntnisse einer Palliativen Praxis aber wenig verbreitet.

Insbesondere bei pflegebedürftigen älteren Menschen beginnt Palliative Praxis nicht erst in der Sterbephase, sondern ist schon lange zuvor wichtig und sinnvoll. Die zunehmende Anzahl an Demenz erkrankter Menschen stellt zudem besondere Herausforderungen an ihre Begleiter.

Aus diesem Anlass hat die Robert-Bosch-Stiftung mit Experten das interdisziplinäre Curriculum „Palliative Praxis“ entwickelt. Die Kontaktstelle Hospiz der Johanniter-Unfall-Hilfe bietet darauf basierend in Kooperation mit dem Hospizdienst für den Landkreis Cloppenburg Freitag und Sonnabend, 23. und 24. August, sowie von Montag bis Mittwoch, 26. bis 28. August, einen Kursus „Palliative Praxis“ für alle Interessierten an.

Anmeldung und weitere Information gibt es in der Kontaktstelle Hospiz Löningen, Gelbrink 2, unter Tel. 05432/5958596, mobil unter Tel. 0162/2119808 oder aber per E-Mail an karin.pascher @johanniter.de. Bildungsurlaub müssen die Teilnehmer selbst beantragen. Zielgruppen sind Pflegende mit und ohne Fachqualifikation in der Altenhilfe, Pflegedienstleitungen, niedergelassene Ärzte, Hospizler, Seniorenbetreuer und Interessierte anderer Berufsgruppen. Kursleiter ist Hans Klein, eingetragener Mentor „Palliative Praxis“ und „Palliative Versorgung zu Hause“.

Die Seminarinhalte setzen Grundkenntnisse voraus, eine spezielle Vorbildung ist jedoch nicht erforderlich, aufkommende Fragen werden soweit möglich im Seminar beantwortet. Ziel der 40-stündigen Fortbildung ist die Aneignung von Basiskenntnissen bei möglichst vielen Mitarbeitern, auch jenen, die ohne Fachqualifizierung in der Pflege arbeiten und denen, die die deutsche Sprache nicht sicher beherrschen.


Im Mittelpunkt stehen die Begleitungen von pflegebedürftigen alten Menschen am Lebensende. Hierbei wird ein Schwerpunkt auf die Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen gelegt. Das Konzept ist so angelegt, dass es an den jeweiligen Kenntnisstand der Lernenden anknüpfen kann.