Nordenham/Minden - Auf dem Schild steht zwar „Speiseraum“, aber das ist im übertragenen Sinne gemeint. Der „Speiseraum“ ist eine hölzerne Pflanzkiste, in der verschiedene Gemüse. und Kräuterarten wachsen. Acht solcher Selbstbedienungsbehälter sind in Minden anlässlich des Projektes „Essbare Stadt“ aufgestellt worden. Nach diesem Vorbild möchten jetzt auch die Nordenhamer Grünen einen Beitrag zum urbanen Gärtnern leisten. Sie suchen ehrenamtliche Mitstreiter, die öffentliche Pflanzbeete in der Unterweserstadt hegen und pflegen wollen.

Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Grünen-Fraktion im Stadtrat den Vorschlag gemacht, bei der Neugestaltung des Eingangs zum Gateteiche-Park ein großes Beet für die „Essbare Stadt“ anzulegen. Von dieser Idee sind die Grünen nach Angaben des Fraktionsvorsitzenden Hajo Janßen inzwischen abgerückt, weil der bauliche Aufwand zu hoch wäre. Stattdessen bevorzugen sie jetzt die Mindener Variante.

Bei einem Ortstermin haben sich die Grünen-Abgeordneten Heide Hildebrand und Hajo Janßen sowie der SPD-Ratsherr Dietmar Brückner darüber informieren lassen, wie das Vorhaben in Minden umgesetzt wurde. An der Besichtigung nahmen auch Vertreter der Jugendwerkstätten Meyershof teil. Die vom Landkreis Wesermarsch betriebene Jugendeinrichtung hat sich bereit erklärt, das Projekt in Nordenham zu unterstützen und die Pflanzkästen anzufertigen. Vor diesem Hintergrund sind zwei Meyerhof-Mitarbeiter dabei gewesen, als die Nordenhamer Ratspolitiker nach Minden fuhren.

Bei der Besichtigung erläuterte Bettina Fuhg von der Mindener Initiative „Essbare Stadt“ das Ziel der Aktion. Mit dem Projekt soll erreicht werden, dass mehr Obst, Gemüse und Blumen im städtischen Raum wachsen. Der „besondere Pfiff“ daran sei, die angepflanzten Erzeugnisse den Bürgern kostenlos zur Verfügung zu stellen. Entsprechend ist an den Beeten der Hinweis „Pflücken erlaubt“ angebracht.

Wer bei der „Essbaren Stadt“ in Nordenham mitmachen möchte, kann sich unter t   31226 an Heide Hildebrand wenden. Am Dienstag, 23. September, veranstalten die Grünen zu dem Thema auch eine öffentliche Fraktionssitzung.