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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Alternativer Weg zum Berufsabschluss

07.09.2017

Oldenburg Auch das BfH Bildungswerk für Haushaltsmanagement DHB Oldenburg e.V bewirbt sich um den „Preis für Innovative Ausbildung“ (PIA) der NWZ-Wirtschaftsredaktion. Dieser Verein hat sich vor allem Qualifizierungsmaßnahmen in der Hauswirtschaft zum Ziel gesetzt.

Mit dem Preis PIA sollen Unternehmen oder – wie in diesem Fall – Kooperationen mit Beteiligung von Unternehmen gewürdigt werden, die in der Berufsausbildung mehr tun als üblich.

Die Bewerbung vom BfH Bildungswerk für Haushaltsmanagement dreht sich natürlich um die hauswirtschaftliche Ausbildung. „Normalerweise“ dauert sie drei Jahre in Vollzeit und endet mit der Abschlussprüfung zum/zur Hauswirtschafter/in bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Das Bildungswerk für Haushaltsmanagement bietet aber einen alternativen Weg zu einer solchen Prüfung an, unter Berufung auf das Berufsbildungsgesetz: Zur Abschlussprüfung können demnach nämlich auch Personen zugelassen werden, die mindestens das Eineinhalbfache der vorgeschriebenen Ausbildungszeit in hauswirtschaftlichen Arbeitsbereichen tätig gewesen sind. Bei hauptberuflicher hauswirtschaftlicher Tätigkeit sind somit mindestens 4,5 Jahre Praxis nachzuweisen.

„Dies ist ein Karriereeinstieg für ungelernte Praxiserfahrene in hauswirtschaftlichen Bereichen“, erläutert Anne Ehlers vom BfH Bildungswerk für Haushaltsmanagement. So eröffnen sich auch weitere Chancen: Nach dem Berufabschluss könnten eine Weiterbildung zur Meisterin der Hauswirtschaft oder zur Dorfhelferin folgen.

Was viele nicht wissen: „Die 4,5 Jahre Praxis können auch von Frauen erreicht werden, die 4,5 Jahre ihren Mehrpersonenhaushalt bzw. ihre Familie versorgt haben“, erläutert Anne Ehlers. „Frauen, die früh ihre Kinder bekommen haben, haben somit auch die Möglichkeit, einen Berufsabschluss zu bekommen – ohne eine dreijährige Lehre absolvieren zu müssen.“

Konkret bietet das Bildungswerk einjährige Lehrgänge mit 300 Unterrichtsstunden – immer mittwochs oder freitags – an. Sie bereiten auf den Berufsabschluss als Hauswirtschafterin vor, mit Modulen wie: Haushalts- und Betriebsführung, Ernährung in Theorie und Praxis, Gestalten von Räumen, Haus- und Textilpflege, Kommunikation und Betreuung, Wirtschafts- und Sozialkunde.

„Qualifizierte Dozentinnen unterrichten in kleinen Gruppen“, berichtet Anne Ehlers. Und sie betont: „In der Regel bestehen 90 bis 95 Prozent unserer Teilnehmerinnen.“

Die Teilnehmerinnen – das sind Menschen mit unterschiedlichen Lebensläufen. Die Lehrgangskosten können angesichts einer entsprechenden Qualifizierung (AZAV) auch vom Arbeitsamt oder vom Jobcenter übernommen werden. Auch Arbeitgeber können eine Förderung beantragen, über das Programm „WeGeBau“.

Manche seit langem berufstätige Menschen, die in ihrer Firma aber ohne entsprechenden Berufsabschluss tätig sind, bekommen so ganz neue Perspektiven – und eine schöne Bestätigung. Ein Beispiel ist im aktuellen 25. Lehrgang Oxawa Schewe. Sie arbeitet seit sieben Jahren im Oldenburger Büsingstift bei der Firma Diadema. Und jetzt peilt sie nebenbei ihren Berufabschluss mit dem Angebot des BfH-Bildungswerkes Haushaltsmanagement an. So wird der Verein zum interessanten Partner regionaler Betriebe.

Die Absolventen kommen, sofern sie nicht schon „ihren“ Betrieb haben, u.a. für folgende Bereiche in Frage: Privat- und Geschäftshaushalte, Seniorenbetreuung, Seniorenheime, Großküchen und Verteilerküchen, Kindergärten, Restaurants und Tagungsstätten, Tagesmutter und vieles mehr. Am 15. November startet bereits der nächste Kurs. Kontakt: Telefon 0441/36 10 09 90

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040
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