Bremen/Hannover - Trotz starker Einschränkungen des Luftverkehrs wegen des Pilotenstreiks bei der Lufthansa war die Lage am Flughafen Hannover auch am Donnerstag eher ruhig. Lediglich etwas mehr als ein Viertel der insgesamt 80 Abflüge aus der niedersächsischen Metropole wurden gestrichen. Wie bereits am Mittwoch fielen von 15 Lufthansa-Abflügen und 15 Ankünften jeweils 13 Flüge aus, bei der Tochterfirma Germanwings sind von 11 Ankünften und Abflügen jeweils 8 betroffen. Den Verlust durch entgangene Serviceleistungen bezifferte der Flughafen mit 3000 bis 4000 Euro pro Abflug.

Obwohl der Streik am Donnerstag mit dem Start der Osterferien in Niedersachsen zusammenfiel, verlief der Flugverkehr bis auf die Lufthansa-Ausfälle auf Niedersachsens wichtigster Luftverkehrs-Drehscheibe praktisch reibungslos. „Auch am zweiten Streiktag ist die Lage an den Terminals unverändert ruhig“, sagte eine Sprecherin des Flughafens Hannover. Grund sei die frühzeitige Streikankündigung, wodurch ein Großteil der Passagiere auf alternative Verkehrsmittel ausweichen konnte.

Auch am Flughafen Bremen fielen erneut mehrere Lufthansa-Flüge aus: 13 Flüge von und nach Frankfurt, München und Stuttgart wurden gestrichen.

Bundesweit hat die Lufthansa 3800 Flüge im Streikzeitraum abgesagt. Anlass des Arbeitskampfes sind die von dem Unternehmen einseitig gekündigten Übergangsrenten sowie die Forderung der Piloten nach ein Gehaltsplus von knapp zehn Prozent.

Über den Flughafen Bremen sind im vergangenen Jahr mehr als 2,6 Millionen Menschen zu ihren Zielen gestartet oder gelandet. Hannover verbuchte 5,2 Millionen Passagiere im vergangenen Jahr und gilt damit bundesweit als achtgrößter Flughafen. Gesellschafter sind dort die Stadt Hannover, Niedersachsen und die Fraport AG - der Betreiber des Flughafens in Frankfurt.