Barßel/Harkebrügge - Die Erweiterung des Gewerbegebietes Harkebrügge ist auf den Weg gebracht. Bauamtsleiter Hans Schulte stellte die Pläne am Mittwochabend auf der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Planung und Umwelt vor. Wie berichtet, hatte die Gemeinde Barßel eine über sieben Hektar große Fläche südlich der Königstraße in Harkebrügge gekauft, um das bestehende Gewerbegebiet zu erweitern. Die Gemeinde möchte damit den Wirtschaftsstandort Harkebrügge stärken.

„Es gibt einige Interessenten, die sich an diesem Standort niederlassen möchten“, erklärte Schulte. Das bestätigte auch Erster Gemeinderat Michael Sope im Gespräch mit der NWZ . „Es ist noch zu früh, um Namen zu nennen. Aber es gibt immer wieder Anfragen insbesondere von hiesigen Unternehmen oder Firmen aus der näheren Umgebung, die sich vergrößern möchten“, erklärte Sope.

Bauamtsleiter Schulte berichtete auch von Verzögerungen bei der Planung im Sommer, da auf dem Grund unter anderem eine Gasleitung verlaufe. Daher dürfen dort keine Bäume, Sträucher oder tiefwurzelnde Pflanzen angepflanzt werden. Auch die Lagerung von Material oder Erdaushub und Geräten ist untersagt. Das hat auch zur Folge, dass für entsprechende Ausgleichsmaßnahmen andere Flächen gesucht werden müssen. Diese Flächen sind notwendig, um einerseits die im Zuge der Planung bereits im Februar gefällten Bäume zu ersetzen (die NWZ  berichtete) und andererseits für den Baugrund selbst eine Ausgleichsfläche zu finden.

Die Stümpfe der Bäume sollen demnächst ganz verschwinden, wie Schulte auf Nachfrage von Brigitte Ebben (Bürgerfraktion/Grüne) mitteilte. „Wir werden dafür Kompensationsflächen im Außenbereich der Gewerbegebietes finden“, so der Bauamtsleiter. Ebenso wird die Gemeinde eine entsprechende Kompensationsfläche für die Anbaufläche kaufen und sie der Landwirtschaft zur Verfügung stellen. „Wir sind derzeit in Verhandlungen und hoffen, in den nächsten Wochen für eine Fläche den Zuschlag zu bekommen“, sagte Michael Sope. Als möglichen Baubeginn peilt die Gemeinde das zweite Quartal des kommenden Jahres an.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Anfragen“ nahm CDU-Ratsherr Christoph Raming das Thema der toten Fische im Elisabethfehnkanal auf. Wie berichtet, hatten die amtlichen Untersuchungen der Wasserproben keine stark abweichenden Werte ergeben. „Das Wasser kann definitiv nicht durch Gülle verunreinigt worden sein. Ich habe mit einigen Landwirten gesprochen. Die haben aufgrund der starken Regenfälle zu dieser Zeit überhaupt keine Gülle ausgefahren“, so Raming. Johannes Loots (Bürgerfraktion/Grüne) pflichtete ihm bei. „Entgegen anders lautenden Behauptungen habe ich nie gesagt, dass die Landwirte den Bereich verunreinigt hätten.“


Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung, nachdem rund 100 tote Fische an der Schleuse Osterhausen gefunden worden waren.