Kirchhatten - Die Gemeinde Hatten arbeitet zurzeit daran, ein weiteres Baugebiet zu entwickeln. In Kirchhatten, zwischen den Straßen Am alten Reitplatz und Findlingsweg, liegt die Fläche, die die Kommune zum Großteil von privater Hand gekauft hat und dort auf etwa 1,44 Hektar 20 Grundstücke mit 30 Wohneinheiten schneiden will. Fünf Grundstücke verbleiben beim bisherigen Eigentümer. Das gesamte Plangebiet hat eine Fläche von 3,25 Hektar.
Bis zur weiteren Beratung im Verwaltungsausschuss am 6. April muss die Gemeinde nun noch ein Lärmgutachten vorlegen, das unter anderem die Immissionen des in der Nähe gelegenen Kfz-Betriebs Koopmann, des Straßenverkehrs auf der Hauptstraße und der beiden Versorgungsmärkte Aldi und Edeka umfasst. Die Messungen werden Bestandteil der Unterlagen, die mit dem konkreten Bebauungsplanentwurf in die frühzeitige öffentliche Beteiligung gehen – vorausgesetzt, dass der Verwaltungsausschuss dem mehrheitlich so zustimmt.
Die Chancen dafür stehen gut, im vorgelagerten Bau- und Planungsausschuss gab es jedenfalls keine Gegenstimmen. Kontrovers diskutierte wurde allerdings, welche Mindestgrößen die 20 Baugrundstücke erhalten sollen. Ursprünglich sah die Gemeinde 600 Quadratmeter als Minimum für Einzelhäuser und 700 Quadratmeter für Doppelhäuser vor. Um die Anzahl der möglichen Doppelhäuser zu reduzieren, sollen es jetzt doch mindestens 750 Quadratmeter große Grundstücke sein, so der Vorschlag.
Für den Verkehr erschlossen werden soll das Gebiet über zwei Stichstraßen, die vom Findlingsweg bzw. Am alten Reitplatz ausgehen. Im Bauaussschuss entstand in der Diskussion des bisherigen Planentwurfs der Wunsch, eine bislang vorgesehene vier Meter schmale Fuß- und Radwegverbindung zwischen beiden Straßen so zu erweitern, dass sie als Einbahnstraße auch für Pkw und Müllwagen geeignet ist. Noch genauer untersucht werden muss, wie ein mittig durch das Gebiet laufender Regenwasserkanal optimal in das Baugebiet integriert werden kann. Bis zum nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss soll der beauftragte Planer, Werner Gieselmann, einen entsprechenden Vorschlag erarbeitet haben.
Die Gemeinde vermarktet in jüngerer Vergangenheit wieder verstärkt Baugebiete selbst, um direkten Einfluss auf die Preise nehmen zu können – siehe Zaunkönigweg in Streekermoor (115 Euro/m²), Brachvogelring in Hatterwüsting (99,50 Euro/m²) und das Kirchhatter Baugebiet Heinrich-Willers-Weg (95 Euro/m²). Vor allem weil die Erschließung teurer gewesen sein soll, liegt der Quadratmeterpreis in Streekermoor deutlich über dem angestrebten Maximum von 100 Euro.
