Cloppenburg - „Ein Hauptgewinn für die Umwelt!“, „Treffer versenkt!“ oder „Ich fühl mich so leer!“ sind drei der zehn Sprüche, mit denen 18 „sprechende Mülltonnen“ die Menschen in der Cloppenburger Innenstadt in den vergangenen sechs Wochen erheitert haben. Am heutigen Donnerstag endet die Aktion, die von der Stadtverwaltung in Kooperation mit der Kaufmannschaft und der CM Cloppenburg Marketing initiiert wurde.
„Die Aktion wurde überall gut angenommen und wir haben sehr viel positives Feedback bekommen, auch schon im Vorfeld“, zieht Stadtmarketing-Manager Jan Kreienborg Bilanz. „Viele Unternehmer wollten sogar eine eigene Mülltonne kaufen.“ Das sei jedoch nicht möglich gewesen, da die Tonnen vom Verein „Benefiz“ in Hannover geliehen wurden.
Mithilfe der „vorlauten“ Tonnen sollte vor allem das Bewusstsein der jüngeren Generation für die Müllentsorgung auf erheiternde Art und Weise gestärkt werden. Aber auch bei Älteren seien sie überraschend gut angekommen. „Man kann schon sagen, dass die Mülltonnen mehr genutzt wurden, besonders an zentralen Orten. Deshalb fand dort auch eine tägliche Reinigung statt, damit die Tonnen nicht verstopft wurden“, erklärt Kreienborg.
Dass die plappernden Eimer nur sechs Wochen in der Stadt standen, hat seine Gründe. „Letztendlich war es ein Pilotprojekt und nur ein Teil der Sauberkeitskampagne. Es war eine schöne Aktion, da die Mülltonnen für Erheiterung gesorgt und gleichzeitig zu mehr Müllbeseitigung beigetragen haben.“
Vor allem das Cityfest und der verkaufsoffene Sonntag im September wurden mit der Aktion unterstützt. Weitere Schritte sind schon in der Planung. Das nächste große Ziel ist ein Putztag im Frühjahr 2014, der dann jährlich durchgeführt werden soll. Dabei will man auch Schulen und Kindergärten einbinden. Weitere Ideen sind Wettbewerbe in Schulen oder eine Werbekampagne mit Cloppenburger Unternehmen. „Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit ist auf jeden Fall nötig. Die einzelnen Aktionen brauchen einigen Vorlauf“, stellt Kreienborg fest.
Was aus den „Sprechenden Mülltonnen“ wird, die nun abgebaut werden, ist übrigens unklar. Vorerst soll es ihr letzter Einsatz gewesen sein.
