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Platztausch stößt auf viel Unverständnis

Betrifft:

„Markthändler sollen Plätze tauschen“ (NWZ vom 10. August)

Ich frage mich: Was soll das? Der Wochenmarkt ist, so wie er jetzt ist, gewachsen. Muss wirklich jedes und alles von oben herab geregelt werden? Nun fängt es schon bei einem Wochenmarkt an, wo soll das enden? Haben wir hier in der Stadt nicht evtl. wichtigere Probleme zu lösen, als die Wochenmarktbeschicker und Käufer zu verärgern? Die Käufer auf dem Wochenmarkt sind schon in der Lage, ihre Waren bei dem Anbieter ihres Vertrauens zu kaufen, auch wenn nicht alles in „Abteilungen“ zu finden ist.

Was soll denn nun ein Beschicker machen, der Obst und Blumen anbietet? Einen Stand in der Gemüseecke, den nächsten Stand in der Blumenecke oder wie soll das funktionieren? Auch die Sache mit dem Fischwagen Weers ist doch lächerlich, hat denn der angebliche Fischgeruch in den Jahren zuvor nicht gestört? (...)

Angelika Kampert-Bruns

Oldenburg

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Leider stelle ich immer wieder fest, dass viele Dinge, die „alt“ sind, geändert oder ersetzt werden. Dazu gehören nicht nur Märkte, sondern auch Menschen. Es fällt oft schwer, den Nutzen zu erkennen.

Anne Wenzel

Oldenburg

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Der Computer soll es mal wieder richten. Es ist mir völlig unverständlich, wieso für die Umgestaltung der Oldenburger Märkte ein Computerprogramm bemüht werden muss. Eigentlich sollte ein, vermutlich vollzeitbeschäftigter, Marktmeister die vier Märkte, für die er verantwortlich ist, so gut kennen, dass er eine Neuordnung mit Bleistift und Papier vornehmen kann. Aber das Ergebnis einer Computer unterstützten Berechnung schützt natürlich auch davor, selber Verantwortung übernehmen zu müssen.

Noch weniger verstehen kann ich allerdings, warum das inzwischen schon lange vorliegende Konzept, den Parkplatz der Exerzierhalle (ehemals Tefta) mit einzubeziehen, nicht endlich umgesetzt wird. Die Straße vor dem Standesamt würde gesperrt. Der jetzige Parkplatz, mit dem vorhandenen Baumbestand, dann durchaus mit dem Münchener Viktualienmarkt vergleichbar, würde der Marktplatz. Und die absolut ungemütliche Fläche vor der Stadtverwaltung würde der Parkplatz. Von diesem würden dann sicherlich auch keine „Fischgerüche“ mehr ausgehen. (...)

Andreas Siek

Oldenburg

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Als ob wir in Oldenburg keine anderen Probleme hätten, erst das neue Logo für die Weser-Ems-Halle und jetzt ist der Wochenmarkt dran. Der Wochenmarkt ist eine schöne bunte Mischung, so ein Einkaufserlebnis gibt es sonst nirgends. Jeder hat seine Lieblingsstände, die Auswahl ist groß und von ausgezeichneter Qualität. Nach dem Einkauf trifft man sich bei Guiseppe auf einen Cappuccino und unterhält sich angeregt mit völlig fremden Menschen. Ich bin gegen eine Umstrukturierung. (...).

Anne Uden

Oldenburg

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Wenn mich ein Geruch stört, der von außen durch ein geöffnetes Fenster in meine Wohnung eindringt, dann hab’ ich die Möglichkeit, dieses Fenster zu schließen. Das dürfte den Damen und Herren im Rathaus ja auch möglich sein. Zumal ja allenfalls von zwei Vormittagen in der Woche die Rede sein kann. Was nun die Neuordnung des Marktes angeht, so sind Marktbeschicker und Kunden mit der bisherigen Ordnung doch sehr zufrieden. Warum will die Verwaltung gegen den Willen aller Betroffenen hier etwas ändern?

Dieter Sündermann

Oldenburg

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„Wir haben das schon immer so gemacht“, war noch nie ein Argument. Ein schönerer Anblick für Besucher, die das Standesamts- oder Kasernengebäude verlassen, schon. Geruchsbelästigung der Mitarbeiter auch und am verständlichsten.

Klaus Eisenschmidt

Oldenburg

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Seit circa 30 Jahren kaufe ich auf dem Oldenburger Wochenmarkt ein und es ist mir noch nie der Gedanke gekommen, dass der Wochenmarkt nicht „attraktiv“ sei. Im Gegenteil – ich genieße das reichhaltige Angebot mit seinen abwechslungsreichen Ständen in seiner gewachsenen Struktur. Warum sollte man dieses durch eine künstliche Umstrukturierung zerstören; wenn ich in Fachabteilungen einkaufen möchte, dann gehe ich in einen Supermarkt. Gerade das abwechslungsreiche Angebot macht diesen Wochenmarkt so interessant und über die Grenzen Oldenburgs bekannt. Ich glaube auch kaum, dass die wartenden Verwandten und Freunde eines Brautpaares sich an der schönen Kulisse des Marktes stören, denn die sind eher mit den Vorbereitungen beschäftigt, das Brautpaar zu empfangen.

Sollte es um konstruktive Verbesserung des Marktes gehen, sollte man die Marktbeschicker und die Kunden befragen. Zum Beispiel könnte die Stadt Oldenburg einen Parkschein von einer halben Stunde für Wochenmarktbesucher spendieren.(...)

Annette Meyer

Oldenburg

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Reglementierung ohne nachvollziehbaren Sinn ist friedenstörende Willkür. Die Händler auf dem Wochenmarkt sind Profis, die Interesse haben, dass der Markt reibungslos läuft. Die bestmögliche Standverteilung hat sich über die Jahre ergeben (...). Es ist immer schon eine Unsitte gewesen, dass übergeordnete Instanzen Bereiche steuern wollen, von deren pragmatischem Gehalt diese kaum etwas wissen (...). Novellierungsreif wäre da schon eher die städtische Marktordnung, die mir als Gewerbetreibendem untersagt, auf dem Wochenmarkt (mit all seinen Nahrungsmitteln und Gartenpflanzen) ein Angebot von Koch- und Gartenbüchern zu machen. Das Feilbieten von Klobürsten und Handwaschpasten indes wäre kein Problem. (...) Vielleicht könnte die im Dienst der Bevölkerung stehende Obrigkeit diese nach ihrer Meinung und ihren Vorschlägen fragen, genau eben die Menschen, die solche lokalen Themen etwas angehen – uns Oldenburger!

Thilo Waschke

Oldenbur

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