„Die verkehrswege müssen ausgebaut werden“
Dringend
sei auch die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur der Wesermarsch. Das gelte für den Neu- und Ausbau der Bundesstraßen 211 und 212 ebenso wie für die geplante Küstenautobahn A22 und „auch insbesondere für die Vertiefung der Unterweser“, sagt der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag, Kurt Winterboer. „Nur durch die zügige Verwirklichung dieser Projekte können die positiven Effekte, die zum Beispiel durch den geplanten Jade-Weser-Port ohne Zweifel entstehen werden, auch für unseren Landkreis genutzt werden. Die Umsetzung dieser Projekte wird ein wesentlicher Aufgabenschwerpunkt für die kommenden Jahre sein.“
Leader-Plus sei ein gutes Vorbild. Es sollte für die neue EU-Förderperiode kopiert werden, meint Kurt Winterboer.
WESERMARSCH/BI - Die Wesermarsch muss sich ab 2007 auf ganz neue Bedingungen bei der EU-Förderung einstellen. Dafür hat der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Kurt Winterboer aus Einswarden, jetzt ein neues Modell nach dem Vorbild der Leader-Plus-Finanzierung vorgelegt.„In der vergangenen Förderperiode galt das Motto, dass die Schwächen aufgezeigt werden mussten und die EU-Mittel zum Ausgleich dieser Schwächen eingesetzt werden sollten“, erläutert Winterboer. Die neue Förderperiode werde eine gänzlich andere Ausrichtung haben: „Hier wird es darum gehen, die Stärken zu stärken.“ Das bedeute: „Es wird deutlich schwieriger, an das Geld aus Brüssel zu kommen.“
Von entscheidender Bedeutung werde die Ko-Finanzierung der jeweiligen Projekte sein, ohne die kein einziger EU-Euro in die Wesermarsch kommen werde. Winterboer: „Dass dies angesichts leerer öffentlicher Kassen ein Problem ist, liegt auf der Hand.“
Deshalb schlägt Winterboer ein Modell vor, dass bereits in Zusammenhang mit Leader-Plus gut funktioniert: Es wird ein gemeinsamer Topf geschaffen, in den der Landkreis und seine neun Mitgliedskommunen zu gleichen Teilen einzahlen. Wird ein Projekt genehmigt, steht die Ko-Finanzierung durch die Kommunen schon. „Wir werden noch in diesem Jahr mit den Städten und Gemeinden den Versuch machen, dies zu verwirklichen“, kündigt Kurt Winterboer an.
Besonders liege ihm aber die regionale Kooperation am Herzen, betont Winterboer. Sonst gebe es „keine wirklichen Chancen für eine Fortentwicklung“. Ein gutes Beispiel sei die Gründung einer regionalen Kooperation mit den Landkreisen Wesermarsch, Friesland und Wittmund sowie der Stadt Wilhelmshaven, um die sich aus dem Jade-Weser-Port ergebenden Möglichkeiten gemeinsam nutzen zu können.
Wichtig werde auch die „Metropolregion Oldenburg/Bremen“. Sie stehe auf vier Säulen, die sich „just an den vier Ecken des Landkreises befinden“: die Stadtregionen Bremen, Bremerhaven, Oldenburg und Wilhelmshaven. Deshalb sei die Wesermarsch künftig „mittendrin und nicht nur dabei“. Ein gutes Beispiel biete die Metropolregion Hamburg, die sich mit ihren wenigen und überschaubaren Gremien auf konkrete Projekte konzentriere.
Konkrete Projekte für unsere Region seien die Küstenautobahn, der Jade-Weser-Port und das gemeinsame S-Bahn-Netz Bremen, sagt Winterboer.
