Bösel - Die Apfel-, Birn- oder Pflaumenbäume knospen bereits. „Das ist sehr früh“, sagt Heinrich Looschen, der milde Winter ist die Ursache. Er ist Vorsitzender des Heimatvereins Bösel Nord und maßgeblich für die Streuobstwiese am Sandker Weg verantwortlich. Die Wiese dort ist im Jahr 2000 angelegt worden (die NWZ berichtete). Die NWZ hat nun einmal nachgehört, wie es um die Streuobstwiese bestellt ist.
Der letzte Baum, ein Apfelbaum der Sorte „Roter Grafensteiner“, ist im vergangenen Jahr gepflanzt worden. Einige Bäume seien im Laufe der Jahre eingegangen, berichtet der Vorstand. Die seien dann ersetzt worden. „Wir haben 31 Bäume, die meisten sind im Jahr 2000 gepflanzt worden“, berichtet Heinrich Looschen. Platz für neue Bäume ist auf der 30 mal 50 Meter großen Wiese allerdings nicht mehr.
Für jeden Baum auf der Wiese gibt es einen Baumpaten. Dieser muss jährlich einen Obolus zahlen. Wer zwei Jahre nicht gezahlt hat, „ist raus“, sehen die Statuten vor. Bürgermeister Hermann Block ist ebenso Pate wie Moorgeist Caspar Pleye oder die Mitglieder des Vorstandes vom Heimatverein Nord. Es gibt eine Warteliste, sagt Kassierer Ludger Preuth. Die Früchte kann der Baumpate natürlich mitnehmen – sei es roh oder als Saft verarbeitet.
Die Ernte ist in jedem Jahr ein großes Ereignis. „Letztes Jahr haben wir rund 300 Kilogramm geerntet“, sagt Heinrich Looschen, „soviel wie nie zuvor“, ergänzt Theo Gelhaus, der die Äpfel zu Apfelsaft quetscht.
An diesem Sonnabend steht zunächst die jährliche Frühjahrspflege an: Die Baumpaten und alle Interessierten treffen sich um 14 Uhr am Sandker Weg. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Nach getaner Arbeit auf der Streuobstwiese ist gemütliches Beisammensein angesagt.
Das nächste Treffen der Baumpaten ist dann zur Ernte. Mit dann hoffentlich ähnlich gutem Ertrag wie 2013.
