Wegen des schlechten Wetters verlagerte sich der „Frühtanz“ in die Gaststätten. Dadurch war das Aggressionspotenzial höher, sagt Frank Sostmann, stellvertretender Polizeichef in Rastede.
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FRAGE:
Herr Sostmann, ist der diesjährige „Frühtanz“ in Spohle wegen des durchwachsenen Wetters ruhiger verlaufen?
SOSTMANN
: Bedingt durch das Wetter gab es in diesem Jahr weniger Zulauf. Die etwa 6000 jungen Leute, die trotzdem gekommen sind, haben das Geschehen stärker in die Gaststätten und das Zelt verlagert. Wenn es entsprechend eng wird, ist natürlich auch das Aggressionspotenzial höher.
FRAGE:
Polizei, Ordnungsamt und Jugendamt hatten im Vorfeld verstärkte Präsenz beim „Frühtanz“ angekündigt. Hat sich das ausgezahlt?
SOSTMANN
: Ja. Insgesamt mussten wir sieben Körperverletzungen, zwei Sachbeschädigungen sowie jeweils einen Fall von Bedrohung und Hausfriedensbruch aufnehmen. Acht Platzverweise mussten wir aussprechen, zwei davon mit anschließendem Gewahrsam, weil den Platzverweisen nicht nachgekommen wurde. Darüber hinaus hatten wir von 12 bis 21 Uhr mit dem Schlichten von Streitigkeiten zu tun. Man kann also durchaus sagen, dass die Präsenz notwendig war.
FRAGE:
Sie haben zum 1. Mai ein Parkverbot für ganz Spohle ausgesprochen und eine Parkfläche südlich des Torfweges an der Wiefelsteder Straße eingerichtet. Ihre Erfahrung damit?
SOSTMANN
: Das Konzept hat sich bewährt. Die Besucher des „Frühtanzes“ haben die Ersatz-Parkfläche, die angeboten wurde, sehr gut angenommen.