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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Preise für Milchprodukte steigen

24.06.2008

BREMEN /EDEWECHT Auf die Verbraucher rollt in den nächsten Wochen eine neue Preiswelle bei Molkereiprodukten zu. Wie Deutschlands größter Milchverarbeiter, die Bremer Nordmilch, am Montag mitteilte, habe man mit dem Einzelhandel Preiserhöhungen bei Käse von rund 18 Prozent vereinbart. In Kürze werde man über die Butterpreise verhandeln, sagte Vorstandsmitglied Martin Mischel.

Zu den dort zu erwartenden Preisanhebungen könne er noch keine Zahlen nennen. Aber auch bei Butter würden die Preiserhöhungen „deutlich ausfallen“.

Das Geschäft der Nordmilch läuft derzeit gut. Der Umsatz des Konzerns stieg bis Ende Mai um 13,5 Prozent auf 945 Millionen Euro, teilte Finanz-Vorstand Volkmar Taucher mit.

2007 verbuchte der Nordmilch-Konzern ein Umsatzwachstum von 20,6 Prozent auf 2,34 Milliarden Euro. Die verarbeitete Milchmenge sank leicht auf 4,1 Milliarden Kilogramm. Neben den Preissteigerungen waren auch ein verbessertes Industrie- und Exportgeschäft der Grund.

Am besten lief das Geschäft mit Käse. Mit dem Käse-Werk in Edewecht (Kreis Ammerland) verfügt Nordmilch über die modernste Käserei Europas. Vorstandsvorsitzender Dr. Josef Schwaiger kündigte an, hier ein Käse-Entwicklungszentrum für die Lebensmittelindustrie anzusiedeln. Der Konzern wolle seine Stellung als Lieferant der Lebensmittelindustrie vor allem in den Bereichen Pizza und Süßwaren ausbauen.

Auch ertragsmäßig ist die Nordmilch 2007 vorangekommen. Es wurde ein Jahresüberschuss von 32 Millionen Euro erzielt nach einem Verlust von 91 Millionen Euro 2006. Wegen hoher Verluste in den Vorjahren schiebt die Nordmilch unter dem Strich allerdings immer noch einen Bilanzverlust von 83,6 Millionen Euro vor sich her.

Hoffnung machte Schwaiger den Bauern als Milchlieferanten. Er versprach ihnen für 2008 einen Auszahlungs-preis über dem Durchschnitt aller norddeutschen Molke-reien. Bis Mai 2008 klappte dies mit 33,5 Cent je Kilogramm ganz knapp. 2007 lag der Nordmilch-Auszahlungspreis bei 31,98 Cent.

Geschlossen wird in den nächsten Tagen – wie angekündigt – die Produktion im emsländischen Beesten. Es würden aber „Erfolg versprechende Verhandlungen“ mit einem Interessenten aus der Lebensmittelbranche geführt. Für das Werk in Neubörger gibt es Überlegungen, einen Partner hereinzunehmen.

Die Folgen des Liefer-Boykotts stünden noch nicht genau fest, sagte Schwaiger. Die Blockaden hätten aber strafrechtliche Konsequenzen. Es seien Strafanzeigen erstattet worden. Mit Zukäufen sei die Produktion aufrecht erhalten worden.

Unterdessen geht der „Milchgipfel“ von Agrarminister Seehofer ab diesem Dienstag bzw. Mittwoch mit Gesprächen mit Biobauern und Molkereien weiter.

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