Prinzhöfte - Wer auf der Kreisstraße 286 im Abschnitt zwischen Sether Mühle und Stiftenhöfte unterwegs ist, der, so sagt die SPD-Kreistagsabgeordnete Christel Zießler, „wird reell durchgeschüttelt“. So schlecht sei der Zustand des Asphaltbandes. Aber Besserung ist in Sicht: Zurzeit wird die Ausschreibung für die Sanierung der Straße und des Radweges vorbereitet, wie Horst Dietz, neuer Leiter der Straßen- und Autobahnmeisterei Wildeshausen, mitteilt.
Der Zustand der „Huckelpiste“ war bereits im Mai 2017 bei einer Versammlung der Harpstedter SPD bemängelt worden. Im Juli 2017 machten sich Zießler und ihr Kreistagskollege Klaus Budzin vor Ort ein Bild. Die schlechte Fahrbahn berge Gefahren insbesondere für Motorradfahrer und bei Glatteis, sagte Zießler.
In den Dringlichkeitsprogrammen des Landkreises Oldenburg für die Sanierung von Kreisstraßen und Radwegen stünden die K 286 und ihr Radweg ganz obenan, sagte Dietz. Konkret geht es um einen 3,8 Kilometer langen Abschnitt von der Grenze der Gemeinden Ganderkesee und Prinzhöfte (Sether Mühle) in Richtung Süden bis kurz hinter der Autobahnüberführung. Hier gebe es Unebenheiten, Verdrückungen im Fahrbahnbereich (wodurch Löcher entstehen) und Aufbrüche in der Fahrbahn. Hinzu kommt, dass die Straßendecke nach den Reparaturen in der Vergangenheit einem Flickenteppich gleicht.
Der Landkreis plant, zunächst eine etwa vier Zentimeter dicke Schicht des schadhaften Fahrbahnbelages abzufräsen. Danach, so Horst Dietz, werde eine etwa fünf Zentimeter dicke, etwas grobkörnigere Verstärkung aufgebracht, darüber eine drei Zentimeter dicke Deckschicht. Auch die Brücke über die A 1 werde einen neuen Belag erhalten, ferner neue Schutzplanken. Die Bushaltestellen würden in der Höhe angepasst.
„Schnellstmöglich gehen wir in die Ausschreibung“, kündigte der Leiter der Straßen- und Autobahnmeisterei an. Er geht von einem Beginn der Arbeiten etwa im April aus (Bedingung: „nicht unter 5 Grad“, und „möglichst kein Regen“). Spätestens zur Jahresmitte solle die Sanierung erledigt sein.
Was die Kosten angeht, rechnet Dietz mit rund 1,1 Mio. Euro für die Straßen- und etwa 400 000 Euro für die Radwegsanierung. Das sei für den Landkreis schon „ein ganz schöner Brocken“.
Um Synergieeffekte zu nutzen, sollen in einem Rutsch mit den Arbeiten auch schadhafte Radweg-Teilabschnitte an der K 286 zwischen Reiterhof Busch und Harpstedt saniert werden.
