„Abgase quasi in Messstation geleitet“, zu den Problemen mit der Luftqualität am Wallring (NWZ  vom 22. Januar)

Schön wäre es, wenn es in Oldenburg über das Stadtgebiet verteilte Messstationen gäbe. Dann könnten die Diskussionen sachlicher geführt werden, und es müsste nicht über „quasi“ und eventuellen Einfluss der Landwirtschaft spekuliert werden.

Wenn man als Fußgänger in Oldenburg unterwegs ist, braucht man seine Nase keineswegs vor irgendeinen Auspuff zu halten, um zu merken, wie stark die Abgasbelastung ist. Fast jedes Dieselfahrzeug hinterlässt insbesondere bei Kälte oder Nässe eine übelriechende Duftwolke. Wenn uns unsere Gesundheit etwas wert ist, sollte der Trend zu immer größeren und immer mehr Dieselfahrzeugen schnell gestoppt werden.

Ulrich Lücken Oldenburg

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Da hat der Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat, Olaf Klaukien, ein eindrucksvolles Beispiel seiner verkehrspolitischen Kompetenz geliefert. Aus seinen Einlassungen lassen sich folgende Konsequenzen ableiten: 1. Der Standort der Messstation ist falsch. Was ist das auch für eine verrückte Idee, dort Schadstoffe zu messen, wo sie wirklich anfallen. Vielleicht wären die Bornhorster Wiesen als Standort besser geeignet.


2. Alle Radfahrer und Fußgänger sollten demnächst den Wallring meiden. Denn wer seine Nase in den Auspuff hält, muss sich nicht wundern, wenn es stickig wird, ist also demnach selber schuld.

Wer die uneingeschränkte Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem eigenen Kfz als vorrangiges politisches Ziel ausgibt, muss sich nicht wundern, wenn bei den nächsten Wahlen Parteien bevorzugt werden, die sich um die Gesundheit der Bürger Gedanken machen.

Andreas Jeschke Oldenburg