Kirchhatten - Die Jugendwerkstatt Lupo hat Zuwachs bekommen. Neben den bisherigen Mitarbeiterinnen kümmert sich seit einigen Wochen auch die pädagogische Mitarbeiterin Heidi Furche um die Jugendlichen, denen in Kirchhatten der Einstieg in das Berufsleben erleichtert werden soll.

Anne Bohlen, Projektleiterin von Lupo und Leiterin der Volkshochschule Hatten und Wardenburg, stellte die Projekterweiterung am Mittwoch gemeinsam mit Hans Peter Heyer, Direktor der VHS Oldenburg, und Brigitte Schulze-Liedtke, Pädagogische Leiterin von Lupo, vor. Die VHS hatte sich für „Lupo_inno“ um zusätzliche Mittel aus dem europäischen Sozialfonds ESF beworben. Ziel ist es, die aktuellen ebenso wie frühere Teilnehmer des Projektes noch mehr als bisher beim Übergang in den Beruf zu unterstützen. Als „Berufslotsin“ soll Heidi Furche unter anderem Kontakt zu Firmen halten, die den Jugendlichen Ausbildungs- oder Praktikumsplätze zur Verfügung stellen und sie mit den besonderen Anforderungen aber auch Chancen vertraut machen.

Gleichzeitig sollen bei Talentwerkstätten und Bewerbercamps auch erlebnispädagogische Elemente genutzt werden, um die Stärken der Jugendlichen zu fördern und ihre sozialen Kompetenzen auszubauen. Relativ häufig bekämen die Pädagogen aus den Betrieben Rückmeldungen über Mängel in diesem Bereich, sagt Heidi Furche.

Lupo habe sich sichtbar etabliert erklärte Hans Peter Heyer. Die Volkshochschule Oldenburg, zu der auch die VHS Hatten und Wardenburg gehört, biete immerhin seit 1949 Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche an und betreue in der Oldenburger Jugendwerkstatt, die es seit 20 Jahren gibt, rund 100 Teilnehmer. Die Vermittlungsquote in Ausbildungs-, Arbeitsplätze oder an weiterführende Schulen betrage 70 Prozent – dieses Know How komme auch der Kirchhatter Jugendwerkstatt zugute.

Neu im Projekt Lupo ist auch die Fahrradwerkstatt. Die Gemeinde Hatten hat der Jugendwerkstatt einige Fundräder zur Verfügung gestellt. Dort werden sie von den Jugendlichen unter Anleitung repariert.