Neuscharrel - Feierlich wurde am Sonntagnachmittag die neu gestaltete Leichenhalle in Neuscharrel eingeweiht. Pfarrer Michael Borth und Prälat Alfons Bokern zogen feierlich in die Kirche St. Ludger ein und feierten mit den Gemeindemitgliedern einen Gottesdienst.
„Es ist der Tag gekommen, die Fertigstellung der Friedhofskapelle in dieser Gemeinde zu feiern und sie ihrer Bestimmung zuzuführen. Ohne die vielen ehrenamtlichen Stunden der freiwilligen Helfer wäre dieses aufwendige Projekt nicht durchführbar gewesen. Es ist erstaunlich, dass ein kleines Kirchdorf wie Neuscharrel dieses Schultern kann“, sagte Pfarrer Michael Borth, der die Messe zelebrierte. Musikalisch wurde der Gottesdienst von dem Frauenchor Neuscharrel unter Leitung von Tanja Fuhler mitgestaltet.
Während der Predigt würdigte Borth den Ort Neuscharrel, der bereits eine erfolgreiche Kirchenrenovierung durchgeführt und die Anschaffung einer neuen Orgel auf den Weg gebracht hat, als ein Dorf, das zeige: „Gott soll auch künftig in unserer Mitte wohnen.“
Borth richtete seinen Dank ausdrücklich an die zahlreichen Spender und Helfer, ohne die die Renovierung der Friedhofskapelle sonst viel zu teuer und nicht durchführbar gewesen wäre. So habe sich beispielsweise Wilma Thoben-Esens mit unermüdlichem Fleiß an diesem Projekt beteiligt. Ebenso Architekt Theo Dwertmann, der mit dem Kirchenausschuss – darunter Werner Fuhler und Hans Werner – viele Stunden für Planungen und Durchführung der Arbeiten aufgewendet habe.
Nach der Messe ging es gemeinsam zur Einweihung der neuen Leichenhalle auf den Friedhof hinter der Kirche. Diese erstrahlt in neuem Glanz. Es wurde gestrichen, die Kühlung und die Dacheindeckung wurden erneuert, neue Sitzmöbel angeschafft, die Fenster und Türen überarbeitet, die Pflasterung wurde erneuert und die Wegeführung mit einem Seiteneingang geändert, so dass die Intimität der Angehörigen bei einen Beerdigung gewahrt bleibt. Zwei Dinge, so Borth, würden aber noch fehlen: ein neuer Ambo und der Osterständer für die Osterkerzen.
Auf dem neu gestrichenen Leichenwagen standen in Form eines Kreuzes aufgestellte Grabkerzen, die alle Anwesenden nehmen und auf ihre Gräber bringen konnten. Im Anschluss an die Einweihung wurde in das Jugendheim eingeladen.
