Wüsting - Die Titelmusik der Produktionsfirma „20th Century Fox“ dröhnte am Mittwochabend durch den Saal des Wüstenlander Hofes. Den Wüstinger Schützen kündigte diese Melodie einen ganz besonderen „Blockbuster“ an: die Verkündung der Sieger des diesjährigen Königsschießens.
Schützenvereinsvorsitzender Henning Freese machte es spannend bei der Königsproklamation: „Er ist kein Krawattenträger, kommt nicht aus Wüsting und auch nicht aus Grummersort“, sei aber ein absolut verdienter König. „Mit 59 Ringen ist Egon Haye neuer Schützenkönig“, verkündete Freese. Dem Schützenvereinsmitglied aus Holle stehen als 1. und 2. Adjutant Frank Wichmann (59 Ringe) und Wilfried Pieper (57 Ringe) zur Seite.
Die bisherige Schützenkönigin Gunda Schröder gibt in diesem Jahr ihre Königswürde an Ulrike Kuhlmann ab. Mit 50 Ringen hat sie ihre Adjutantinnen zwar theoretisch nicht besiegt, praktisch allerdings schon, weil sie zum ersten Mal Königin geworden ist. Die Adjutantinnen Linda Maas und Heike Freese erreichten beide stolze 56 Ringe, fallen allerdings als ehemalige Regentinnen unter die Königssperre.
Unter den Senioren im Alter von über 50 Jahren wurden die Seniorenbecher ausgeschossen: Bei den Damen konnte Heike Freese überzeugen, Manfred Riesmeier ließ seine männlichen Mitstreiter hinter sich.
Jugend- und Juniorenkönige wurden bereits am vergangenen Wochenende ermittelt. Mit 56 Ringen erreichte Martin Reuter die Juniorenkönigswürde, Jannik Gräflich (54 Ringe) und Jandrik Suhr (50 Ringe) stellten den 1. und 2. Adjutanten.
Lucas Paradies schoss sich zum Jugendkönig. Mit 92 Punkten zielte er noch besser als seine Adjutanten Tim von Seggern (88) und Niko Steffens (87).
An der Rika-Anlage überzeugte Felix Nemitz mit 89,9 Punkten, Jakob Wilkens wurde mit 85,1 Punkten 1. Adjutant, Louis Paradies mit 82,5 Punkten 2. Adjutant.
Beim traditionellen Schützenfest des Wüstinger Schützenvereins an Pfingsten werden die alten Könige offiziell verabschiedet. Und die Pläne für den Schützenmarsch außerhalb des Kernortes laufen schon auf Hochtouren: „Dann müssen wir wohl mit dem Bus fahren“, hieß es am Mittwochabend.
