Essen - Der Betriebsrat von Thyssen-Krupp reagiert mit Protestaktionen und kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen auf das angekündigte Sparprogramm in der Stahlsparte des Konzerns. Am Sonntag seien Arbeiter in Duisburg-Hüttenheim beim Schichtwechsel am Mittag über die geplanten Einschnitte informiert worden, sagte der Hüttenheimer Betriebsratschef Werner von Häfen.

Durch solche Informations-Veranstaltungen kann es laut Betriebsrat zu spürbaren Einschränkungen in der Produktion kommen. „Wir planen weitere Arbeitskämpfe“, sagte von Häfen. Zentrum der Proteste sei zunächst das Werk Hüttenheim mit 1300 Mitarbeitern.

Thyssen-Krupp hatte geplante Einsparungen von 500 Millionen Euro in den nächsten drei Jahren und die Schließung von Teilanlagen angekündigt. Der Betriebsrat befürchtet den Wegfall von mehr als 300 Arbeitsplätzen. Demnach sollen die Anlagen zur Verarbeitung von Grobblech in Hüttenheim und Bochum vor der Schließung stehen.