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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Proteste und Ketchup-Attacke im Parlament

25.05.2016

Stockholm Nach lautstarken Protesten ist eine Debatte über den Verkauf der deutschen Vattenfall-Braunkohlesparte im schwedischen Parlament am Dienstag unterbrochen worden. Eine Gruppe Zuhörer hatte laut Berichten schwedischer Medien „Lasst die Kohle liegen“ skandiert. Ein Mann soll Ketchup in Richtung der Politiker gespritzt haben und anschließend von Wachen aus dem Reichstag geführt worden sein. Vor dem Gebäude protestierten Aktivisten mit Trillerpfeifen und Bannern gegen den geplanten Verkauf der Braunkohle-Aktivitäten in der Lausitz an die tschechische EPH-Gruppe.

„Ich bin unglaublich enttäuscht“, sagte Karl Andreasson, ein Zuhörer, der das Parlament ebenfalls verlassen musste, der Zeitung „Dagens Nyheter“. „Wir vertreten die Mehrheit des schwedischen Volkes, die will, dass die Kohle im Boden bleibt“, sagte ein anderer Demonstrant, Joakim Andren, der Zeitung. Zuvor hatten sich deutsche Umweltorganisationen in einem Offenen Brief an das Parlament gegen den Verkauf der deutschen Vattenfall-Braunkohlesparte gewandt.

Nach dem Zwischenfall konnte das Stockholmer Parlament die Diskussion zu Ende bringen. Die Zukunft der Braunkohle sei die wichtigste Klimafrage, über die Schweden entscheiden müsse, sagte der Chef der Linkspartei, Jonas Sjöstedt. Die EPH-Gruppe nannte er ein „Schurken-Unternehmen“. Wirtschaftsminister Mikael Damberg nannte den Deal „kompliziert“ und erklärte erneut, die Regierung werde die Verkaufspläne des staatlichen Energiekonzerns analysieren.

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