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Oldenburger Prototypen-Party Hier zeigen die Daniel Düsentriebs der Region, was sie draufhaben


Selbst ausgetüftelt: Maschinenbaustudent David Schoone (24, links) von Envecotricity zeigt einem Besucher seinen Prototypen einer elektrischen Enduro.



Torsten von Reeken

Selbst ausgetüftelt: Maschinenbaustudent David Schoone (24, links) von Envecotricity zeigt einem Besucher seinen Prototypen einer elektrischen Enduro.

Torsten von Reeken

Oldenburg - Mit gutem Gewissen auf dem Motorrad durchs Gelände brettern, sich als Erwachsener in den Schlaf wippen oder im Winter über dem heimischen Kaminofen grillen: Die Ideen der Tüftler aus dem Oldenburger Land sind zu schade, um in einer Schublade zu verschwinden.

Um den Erfindern den Weg zur Markteinführung mit Kontakten und nützlichen Rückmeldungen zu vereinfachen, hatte „Zukunft.Unternehmen“ zur Prototypen-Party in Oldenburg eingeladen. Unter 2G-Bedingungen konnten Besucher zehn ausgestellte Prototypen testen, sich eigene Brotaufstriche zusammenstellen, den Geschmack verschiedener Mundöle bewerten und ihre Schlagkraft von einer App messen lassen.

Die Erfinder-Teams

Lad dein Rad: Jens Linnemannstöns und Lars Fleigl mit Ladesäulen für E-Bikes

The NoScream: Christian Clasing und Florian Behrends mit Gehörschutz für Radfahrer bei Fahrtwind

Claus+Claus: Florian Schön und Bina Wirth mit nachhaltigen Büromöbeln

Wunderbox: Thormin Stiegler und Lukas Friedrichs mit Anlagensteuerung für Baumschulen und Gärtnereien

Mund- und Zahnöl: Marie Greive und Alexandra Petrikat mit Naturprodukten

Bouts: Patrick Warszewik und Fathan Vidjaja mit App fürs Kampfsporttraining

LounChiller: Michael Hollmann, Malte Hamann und Florian Lücking mit einer Baby-Wippe für Erwachsene

Envecotricity: David Schoone mit elektrischen Enduros

Dein Aufstrich: Matthias Leiske, Frederike Varel und Laurens Gujber mit individuellen Kreationen

Smoky Stove: Hartmut und Erik Wälz mit Smokeraufbau für den heimischen Kamin

Kritik erwünscht

David Schoone wollte an seinem Stand wissen, wie bequem die Besucher auf dem Prototypen seines elektrischen Geländemotorrads sitzen und was sie für eine solche Maschine ausgeben würden. Der Maschinenbaustudent aus Schortens im Kreis Friesland tüftelt seit etwa vier Jahren an seiner Vision vom umweltfreundlichen Motorsport. Aktuell arbeitet er an einem selbst entwickelten Elektromotor und auf ein Stipendium für eine Gründung hin.

Gerade einmal vier Monate alt ist hingegen die Wunderbox von Thormin Stiegler und Lukas Friedrichs. Die Ammerländer haben sich von ihrer Heimat inspirieren lassen und eine intuitive Steuerung für die Bewässerung von Baumschulen und Gärtnereien entwickelt. Einen ersten Abnehmer gebe es bereits, verriet der Wirtschaftsinformatiker Stiegler. Auch die Besucher der Prototypen-Party, darunter Anwälte für Patentrecht und Vertreter aus der regionalen Wirtschaft, konnten die beiden überzeugen. Bei einer Abstimmung über die Publikumsfavoriten landete die Wunderbox auf dem zweiten Platz.

Favorit des Publikums

Publikumsliebling wurde Schoone mit seinen elektrischen Enduros. Neben einem Scheck nahm er vor allem eines von der Party mit: „Ich habe viel konstruktives und wohlüberlegtes Feedback erhalten und konnte mein Netzwerk erweitern.“

Manche der Erfinder werden nach der Party entscheiden, ob sie ihre Idee weiterverfolgen wollen. Andere haben bereits konkrete Aufträge im Visier und wollen sich mit frischer Motivation und neuen Kontakten im Telefon direkt wieder in die Arbeit stürzen.

Svenja Fleig
Svenja Fleig Wirtschaftsredaktion
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