Stuttgart - Die Justiz hat das Kapitel LBBW abgehakt: Nach gut zwei Monaten Verhandlungsdauer stellte das Stuttgarter Landgericht das Verfahren gegen Siegfried Jaschinski, Ex-Chef der Landesbank Baden-Württemberg, und weitere ehemalige Vorstände vorläufig ein. Die Angeklagten müssen eine Geldauflage zahlen, bei Jaschinski werden 50 000 Euro fällig.

Im Laufe des Prozesses waren die Manager von einem Gutachter mehrfach entlastet worden. Die Wirtschaftsstrafkammer hatte deshalb vorgeschlagen, das Verfahren einzustellen. Die Staatsanwaltschaft stimmte dem nun nach längerem Zögern zu.

Die Anklage hatte den Vorständen zur Last gelegt, die Lage der größten deutschen Landesbank im Konzernlagebericht 2008 geschönt und Risiken aus Zweckgesellschaften in den Bilanzen 2005 und 2006 nicht richtig dargestellt zu haben. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.