Herzogenaurach - Der Sportartikelhersteller Puma wechselt mitten in einer Unternehmenskrise überraschend seinen Chef aus. Der Verwaltungsrat beschloss am Mittwoch, dass Franz Koch „in beiderseitigem Einvernehmen“ Ende März 2013 sein Amt niederlegen und auch aus der Geschäftsführung des Mehrheitsaktionärs PPR ausscheiden wird, wie das Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. Der 33-Jährige hatte den Posten erst im Juli 2011 übernommen.
Als Begründung führte Puma an, dass mit dem Ausscheiden des vorherigen Langzeit-Chefs Jochen Zeitz von dessen jetzigem Posten als Verwaltungsratschef am 1. Dezember ein Kapitel in der Firmengeschichte zu Ende gegangen sei. Wer Kochs Nachfolger werden wird, ist noch offen – er soll bis zum Frühjahr bestellt werden.
Puma kämpft schon das ganze Jahr über mit sich verschlechternden Zahlen. Im dritten Quartal brach der Überschuss um 85 Prozent auf 12,2 Millionen Euro ein.
