Bümmerstede - Die Verkehrssituation an der Kreuzung Alter Postweg/ Meerweg ist am Dienstagabend bei der Versammlung des Bürgervereins Kreyenbrück und Bümmerstede diskutiert worden. Auch Vertreter der Stadtverwaltung informierten; Verkehrsamtsleiter Bernd Müller und Michael Becker waren anwesend.
Die Anwohner verdeutlichten ihre Probleme bei der Überquerung dieser Kreuzung. Besorgt sind die Anwohner vor allem um ältere Menschen und Kinder. Bei starker Verkehrsbelastung sei die Straße kaum gefahrlos zu überqueren. Autofahrer müssten teilweise lange warten und könnten den Meerweg in Richtung Sandkrugerstraße schlecht einsehen. „Man geht los und muss wieder zurückweichen, weil die Autos so schnell fahren“, schilderte ein Anwohner. Eine Frau berichtete von einem Autounfall in ihrem Garten.
Die Bürger nannten einige Lösungsvorschläge; zum Beispiel, eine Tempo-30-Zone einzuführen. Zebrastreifen und Kreisel wurden von den Vertretern der Stadtverwaltung direkt verworfen, da die Kreuzung zu stark befahren sei. Die meisten Anwohner äußerten den Wunsch nach einer Druckampel.
Die Verkehrsmessungen der Stadt ergaben, dass die Bedingungen für einen Ampelbau nicht ausreichend seien. Die durchschnittliche Wartezeit mit dem Auto betrüge 18 Sekunden. Akzeptabel seien bis zu 45 Sekunden, so Becker. Eine Einsicht von 60 Metern auf den Meerweg in Richtung Sandkrugerstraße reiche aus. Zwischen 6.45 und 8.15 Uhr zählte man lediglich 16 Fahrradfahrer, davon nur fünf Jugendliche. 2014 wurden drei Unfälle mit Blechschäden vermeldet.
Der Bürgerverein kritisierte den Zeitpunkt dieser Prüfungen. Im Winter würden die Schüler mit dem Bus fahren und die langen Wartezeiten ergäben sich vor allem zu den Stoßzeiten.
Müller und Becker betonten, dass eine Ampel den Verkehrsfluss zu sehr hemmen würde; bislang gebe es 145 Ampeln im gesamten Stadtgebiet.
Stattdessen schlägt die Stadt schlägt vor, Überquerungshilfen in die Mitte der Straße zu bauen.
Damit könnten Fußgänger leichter die Straße überqueren, zudem werde der fließende Verkehr nicht beeinträchtigt. Den überhöhten Geschwindigkeiten aus Richtung Sandkrugerstraße will die Stadt künftig mit Geschwindigkeitsmessungen entgegenwirken. Außerdem soll noch einmal an zwei ganzen Werktagen eine Mengenzählung durchgeführt werden.
Die Vorsitzende des Bürgervereins, Maria Bollerslev, resümierte: „Eine Ampel wäre zu schön gewesen. Die Idee der Überquerungshilfen ist gut. Entscheidend für die Querungshilfe ist, dass man mit dem Kinderwagen in der Mitte stehen bleiben kann.“
