R - Der Beratungsring Wesermarsch wird in diesem Jahr von der ihm von den Mitgliedern in 2005 per Beschluss zugestandenen Flexibilität der Beitragsanpassung Gebrauch machen. Statt 700 Euro, wie in den vergangenen Jahren, wird der diesjährige Beitrag 900 Euro betragen. Er wird in zwei Raten eingezogen.

Das gab Ringleiter Torsten Schomborg während der Jahreshauptversammlung in der Rodenkircher Markthalle bekannt. Als Gründe nannte er steigende Kosten aufgrund eines vermehrten Beratungsbedarfes und einige wegbrechende Einnahmen.

Torsten Schomborg wies die Landwirte darauf hin, dass sie ihre nach der Düngeverordnung vorgeschriebenen Nährstoffvergleiche bis Ende März abgeben müssen. Probleme könnte es bei vielen Landwirten auch aufgrund nicht vorhandener technischer Voraussetzungen mit der neuen elektronischen Bearbeitung der Flächenanträge geben. Wer betroffen ist, sollte sich frühzeitig melden, so der Ringleiter.

Ihr Debüt bei der Jahreshauptversammlung des Beratungsringes gab Ringleiteranwärterin Bettina Olbrisch, die sich in einem Vortrag mit der züchterischen Färsenselektion und der Anpaarungsplanung beschäftigte.

Es sei eine produktionstechnische Notwendigkeit, eine optimale Färse und damit auch eine langfristig leistungsstarke Kühe zu erzeugen. Der Aufzucht des Kalbes komme dabei elementare Bedeutung zu. Ziel sei, durch eine ausgefeilte Fütterung Tageszunahmen von 750 Gramm und mehr beim Kalb zu erreichen.


Neben der Produktionstechnik komme der züchterischen Selektion viel Bedeutung zu. Die Einstiegsleistung sei nicht so entscheidend wie das Ziel, rahmige, starke Tiere mit gesunden Klauen und guten Eutern für eine lange Nutzungsdauer zu erzeugen.

Großbetriebe oder Betriebsleiter, die sich die Zuchtarbeit abnehmen lassen wollen, könnten als Hilfsmittel Programme nutzen, welche anhand vorgegebener Auswahlkriterien die Wahl des optimalen Besamungsbullen erleichtern, so Bettina Olbrisch.

Sie riet den Landwirten, eigene Deckbullen nur für Problemtiere einzusetzen. Keinesfalls sollte die Zuchtarbeit nur einem Deckbullen allein überlassen werden. Die Risiken einer schlechten Vererbung und auch die Gefahren beim Umgang mit Deckbullen seien einfach zu groß.