Am Anfang war das Jubiläum: 15 Jahre alt wurde die Delmenhorster Tanzschule Wessels Ende 2007, und damals hatte Inhaberin Ute Wessels rund 500 Euro an Spenden für einen guten Zweck gesammelt. Dass Geld sollte dem „Haus der Sonne“ in Heide zugute kommen, wo demenzkranke Senioren wohnen und betreut werden. Als dann der Delmenhorster Service-Klub „Round Table 91“ noch 1000 Euro dazugab und dessen Mitglied, der Ganderkeseer Landschaftsgärtner Volker Kreye sein Fachwissen beisteuerte, war das Projekt perfekt: ein neuer Garten für das Wohnheim.
Am Sonnabend griffen Ute Wessels und ihr Schüler-Tanzkreis, Helfer von Round Table und die Kinder von Heimleiterin Renate Westerhoff-Arnke zu Spaten und Harke – und nach rund vier Stunden war das Werk vollbracht: Zwei sorgfältig gepflasterte Hochbeete in Form einer Acht wurden angelegt. In eines der Beete wurden Rosen gepflanzt, ins andere Kräuter. Vor allem über den Duft sollen die Sinne der Heimbewohner animiert werden. Schließlich verlegten die Freiwilligen noch einen Pflasterweg ums Haus herum, an dem Beerengewächse gepflanzt wurden – „als Fingerfood“, wie Ute Wessels lächend erklärte.
Gut zu tun hatten am Sonnabend auch Sebastian Nitsch und Gerold Lucht, die beim Sommerfest in Bookholzberg Fahrräder mit Hilfe einer Codierung diebstahlsicherer machten. So manchen betagten Drahtesel bekamen die Polizeibeamten dabei schon vorgeführt. „Aber das hier ist mit Sicherheit das älteste Fahrrad, das wir je codiert haben“, meinte Nitsch mit Blick auf das Gefährt von Jan Wirtelewski. Es handelte sich um ein Fabrikat namens „Western Flyer“ aus dem Jahr 1958, das der 24-jährige Bookholzberger in ziemlich heruntergekommenem Zustand bei einem Freund in der Garage entdeckt hatte. „Und dann habe ich ihn so lange genervt, bis er es mir zum Geburtstag geschenkt hat“, erzählte er. Ein Jahr brauchte Wirtelewski, um das gute Stück aufzumöbeln und passende Ersatzteile zu finden. Jetzt glänzt es wie neu, wobei richtig neu nur die Reifen sind. Und natürlich – ganz neu – jetzt die Codierung.
Neu sind auch die T-Shirts, die der Bookholzberger Turnerbund beim Sommerfest im Angebot hatte. Mit Hilfe der Sponsorenfirmen Elektro Hasselberg, Optik Rose, Alfa Grill, Hasselberg Sanitär + Heizung, dem Autohaus Rodiek und der Apotheke Bookholzberg wurden die schwarzen Hemden angefertigt und bedruckt. Beim Sommerfest gingen sie zum Preis von 5 Euro (für Kinder) bzw. 7 Euro über den Ladentisch. „Die Aktion kommt prima an“, freute sich Manuel Lopez, 2. Vorsitzender des BTB, der auch sonst mit der Resonanz auf den Vereins-Stand am Friedensweg sehr zufrieden war. „Der BTB konnte sich zum ersten Mal beim Sommerfest als Familie präsentieren“, meinte er.
In Bookholzberg wohnt auch Peter Nannen. Der nutzte jetzt eine zweiwöchige Reise nach Toronto/Kanada, um für seine Heimatgemeinde zu werben: Nannen hatte eine „Ganter-Tasche“ dabei, die er vor den weltberühmten Niagara-Fällen fotografierte (rechts). Falls die Werbegemeinschaft Ganderkesee sich entschließen sollte, auch in diesem Jahr wieder den Fotowettbewerb mit den „Ganter-Taschen“ auszuschreiben, hätte Peter Nannen schon mal den Spurtpreis verdient.
Keine Preise, aber Urkunden für langjährige Mitgliedschaft, wurden am Sonntagabend beim Landgasthof Segelken in Hengsterholz vor der Proklamation des neuen Königshauses verteilt. Horst-Dieter Horstmann, Vorsitzender des Schützenvereins Hengsterholz-Havekost, und Schützenbund-Präsident Heino Brackhahn würdigten damit die Verdienste von Bernhard Schwarting, Günther Neitzel und Reinhard Meyer, die seit 50 Jahren dem Verein angehören, sowie von Harry Rogge, dessen Mitgliedschaft nun schon 40 Jahre währt. Angela Rogge und Hermine Iben wurden für 25-jährige Treue zum Schützenverein ausgezeichnet. Ihre Urkunden nicht persönlich in Empfang nehmen konnten Sebald Weber und Otto Harms (beide 50 Jahre) sowie Harald Logemann (25).
Zum Schluss noch ein Wort zum Fasching. Der hat zwar noch Pause bis zum 11. November – das hindert die Freunde des närrischen Treibens in Ganderkesee jedoch nicht an gemeinschaftlichen Vergnügungen auch mitten im Jahr. Zu den diversen internen Anlässen zum Feiern ist jetzt noch einer hinzu gekommen: Erstmals unternahmen am Sonntag die Ehrenkappen-Träger der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) eine Spargeltour. Laut Organisator Dieter Sandomeer kam der Ausflug mit köstlichem Essen in Munderloh derart gut an, dass er nun zu einer jährlichen Institution werden soll.
