Neerstedt/Klattenhof - Das Wort „Schwierigkeiten“ nutzte Planer Herwart Huck häufiger mal, als er am Dienstagabend im Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Dötlingen die Planung für einen Radweg von Neerstedt nach Klattenhof an der Dorfstraße und am Klattenhofer Kirchweg vorstellte. Fast 3,9 Kilometer wäre er lang, an einer oftmals engen Straße, mitunter mit dicht daran grenzenden Häusern.
„Das ist eine historische Straße“, so der Ausschussvorsitzende Gernot Kuhlmann. Als Anlieger weiß er, wovon er spricht: „Da ist alles ein bisschen eng.“ Zudem sei der landwirtschaftliche Verkehr gestiegen. Neben den Schwierigkeiten beim geplanten Bau gibt es noch eine andere: Bei den Anliegern stößt das Vorhaben offenbar nicht nur auf Zustimmung, wie die Einwohnerfragestunde zeigte.
Da stellte nämlich Wolfram Specht, Anlieger und einstiger CDU-Ratsherr, gleich das ganze Projekt in Frage. Schon bei der Dorferneuerung habe der Planer damals gesagt, dass die beste Verkehrsberuhigung sei, wenn alle Verkehrsteilnehmer die Straße nutzen würden. Da stelle sich für ihn die Frage, ob die Gemeinde mit der Anlegung eines Radweges „nicht der Zeit hinterherhinke“.
Bauamtsleiter Uwe Kläner erinnerte im Gegenzug daran, dass das Land gerade erst ein Sonderprogramm für den Radwegebau aufgelegt habe. Das Vorhaben Dorfstraße/Klattenhofer Kirchweg stamme aus dem Radwegekonzept 2010 der Kommune. Damals war diese Gemeindeverbindungsstraße an Platz eins der Prioritätenliste gestellt worden. Nun habe sich die Politik das Thema wieder zu eigen gemacht. Bürgermeister Ralf Spille ergänzte später: „Es ist für Fußgänger und Radfahrer schon problematisch, sich dort zu bewegen.“ Gerade in einer kurvenreichen Straße wie zwischen Neerstedt und Klattenhof sei ein Radweg eine gute Lösung.
Angedacht ist, parallel womöglich auch teilweise die Fahrbahnbreite zu erhöhen.
