Hollriede/Tarbarg - Die Arbeiten sind im Gange, und die Asphaltdecke ist frisch geteert: Der Radweg an der K 114 zwischen Hollriede und Tarbarg nimmt langsam Gestalt an. Die Mitglieder der Mehrheitsgruppe von SPD, Grüne und UWG im Ammerländer Kreistag kamen vor Ort zusammen, um sich einen Überblick über den Stand des Radwegebaus zu verschaffen.

Seit März schreiten die Baumaßnahmen voran. Mitte August sollen die rund fünf Kilometer fertig gestellt sein. Auf einem 600 Meter langen Abschnitt zwischen den Kilometersteinen 11,2 und 11,8 kostet die Erneuerung des Radwegs 100 000 Euro. Zwischen den Kilometersteinen 11,8 und 16,2 ist der Neubau des Radweges jedoch wesentlich aufwendiger. Hier wurde für die Strecke von 4,4 Kilometern 500 000 Euro vom Kreistag eingeplant. Weitere 330 000 Euro sind für 2015 vorgesehen. Zudem wird der Radweg um 150 Meter an einer Anliegerstraße an der K 130 erweitert. Mit den Baumaßnahmen wurde auch eine Breitbandleitung für die Dorfbewohner aus Hollriede und Tarbarg verlegt.

„Diese Maßnahme ist der erste Radwegebau größeren Umfangs an Kreisstraßen seit mehr als acht Jahren“, sagt SPD-Kreistagsabgeordneter Jörg Weden. Die Baumaßnahme werde zu 60 Prozent – rund 500 000 Euro in Teilbeträgen – von Fördermitteln des Landes unterstützt, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Oeltjen.

Die Strecke von Hollriede nach Tarbarg sei besonders wegen der schnurgeraden Straße gefährlich und deshalb ein Radwegeausbau notwendig, da Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs seien und schwächere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer oder Fußgänger übersehen können, erklärt Weden.

Nahezu 100 Prozent der Bundes- und Landesstraßen im Ammerland seien inzwischen mit Radwegen ausgestattet, so Oeltjen. Bei den Kreisstraßen nähere man sich nun auch den 90 Prozent an. Das spiegele sich im Fahrradtourismus wieder. Deshalb sei auf den Strecken Tarbarg-Halsbek, Westerloy- Ihausen, Torsholt-Mansie, Torsholt-Willbroksmoor (Torsholter Hauptstraße) und Linswege-Altjührden weiterer Radwegebau geplant.