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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Rätselraten um neuen Partner für OLB

28.09.2016

Oldenburg Die Pflichtmitteilung für die Börse kam am Dienstag um kurz nach 17.30 Uhr: Der Versicherungskonzern Allianz prüft für seine Beteiligung an der Oldenburgischen Landesbank AG (OLB) „verschiedene strategische Alternativen für die teilweise oder vollständige Reduzierung“ seines Anteilsbesitzes.

Damit könnte das Ende einer gemeinsamen Ära eingeläutet worden sein. In der OLB gab es bei den Mitarbeitern, die am späten Nachmittag noch im Haus waren, kein anderes Thema mehr. Sie sollen nach Informationen dieser Zeitung von Vorstandschef Patrick Tessmann per Konferenzschaltung informiert werden. Die Frage ist: Wer wird der neue strategische Partner?

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters haben sowohl die Commerzbank – trotz ihres radikalen Sparkurses – als auch der US-Finanzinvestor Apollo unverbindliche Gebote für die OLB abgegeben. Mit einer Entscheidung sei zum Jahresende zu rechnen, hieß es.

Insidern zufolge sieht die Commerzbank die Chance, sich in der Region zu verstärken. Apollo wiederum hat im Nordwesten unlängst bereits die Bremer Kreditbank und das Bankhaus Neelmeyer (Bremen) geschluckt.

Offiziell gab es dazu allerdings keine Information. OLB-Sprecher Timo Cyriacks sagte auf Anfrage nur: „Dem Wortlaut der Pressemitteilung ist nichts hinzuzufügen.“ Dort hieß es, dass „Gespräche mit interessierten Parteien“ geführt werden. Auch die Allianz wollte sich zu näheren Details nicht äußern.

Aktuell hält der Versicherungsriese einen Anteil von 90,2 Prozent an der OLB. Der Rest befindet sich in Händen von privaten Investoren, viele davon aus der Region, und Belegschaftsaktionären.

Seit Jahren hatte es immer wieder Spekulationen darüber gegeben, wie lange die Allianz Deutschland als Versicherung diese – „untypische“ – Beteiligung an einer Bank behalten wolle. Die Spekulationen bekamen Auftrieb, als das Projekt einer „Allianz-Bank“ mit der OLB ohne Erfolg blieb. Beobachter der Finanzszene verweisen auf kürzlich getätigte Äußerungen von Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte im Hinblick auf angepeilte Zielrenditen im Konzern.

Die OLB, 1869 gestartet, ist mit 203 Standorten und 2236 Mitarbeitern (Stand Ende 2015) eine der großen Regionalbanken. An der Börse ist sie mehr als 300 Millionen Euro wert. Am Dienstag stieg die seit Jahren schwächelnde Aktie kräftig um zeitweise mehr als zehn Prozent an.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040
Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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