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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

FUNKAUSSTELLUNG: Räumliches Fernsehen fasziniert Massen

05.09.2009

BERLIN Viel Spielstube, viel technologischer Erlebnispark und auch ein wenig Wohnzimmer: Die Funkausstellung IFA in Berlin ist auf die Neugierde der Besucher ausgerichtet. Sechs Tage (bis Mittwoch) sind die 22 Messehallen unter dem Funkturm ein Multimedia-Schaufenster. Viele Besucher faszinieren 2009 die Themen hochauflösendes Fernsehen (HDTV) und dreidimensionales (3D) Fernsehen.

Die TV-Branche sieht sich mit den neusten Entwicklungen zu HD (High Definition/hochauflösend) auf gutem Weg. Zum Ende des Jahres werden in Deutschland 19 Millionen HD-fähige Fernsehgeräte in den Haushalten stehen, sagte der Vorsitzende der „Deutschen TV-Plattform“, Gerhard Schaas, am Freitag auf der IFA. Die Zahl der eingebauten und externen HDTV-Empfänger liege bereits bei 4,7 Millionen.

Lange hat die Unterhaltungselektronik-Branche darauf gewartet, dass den Konsumenten Inhalte in hoher Auflösung auf breiter Front zur Verfügung stehen. Von dem nun anstehenden Start regulärer HD-Übertragungen erhofft sich die Industrie einen kräftigen Schub.

Mehr Angebote

Das HD-Angebot der TV-Sender habe sich innerhalb von 12 Monaten bereits verdoppelt, berichtete Schaas, der Manager des Fernsehgeräte-Herstellers Loewe ist. Im Februar 2010 wollen die öffentlich-rechtlichen Sender mit HD-Programmen in den Regelbetrieb gehen, RTL und Vox wollen bereits im Herbst mit ihren HD-Kanälen über Satellit starten. Allerdings werden die Sendungen der Privaten mit Hilfe der neuen Schnittstelle CI Plus wohl verschlüsselt ausgestrahlt.

Fest steht: Die neuen Standards bringen große Möglichkeiten für einen Qualitätssprung für die Fernseh-Inhalte, wie Sharp-Geschäftsführer Frank Bolten betont. Aber sonst ist noch einiges unklar.

Schon warnt der Geschäftsführer Bundesverband Technik des Einzelhandels, Willy Fischel, hinsichtlich des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts: „Was wir im Moment überhaupt nicht gebrauchen können, sind verunsicherte Kunden.“ Sie müssten gut informiert werden.

Unterdessen ist aber bereits das Rennen um die nächste Revolution in der Unterhaltungs-Elektronik eröffnet, wie sich auf der IFA zeigt. Das Zauberwort lautet 3D: Dreidimensionale Bilder, wie man sie aus dem Kino kennt, auf dem heimischen Fernseher. Auf der Funkausstellung kündigten Sony und Panasonic 3D-taugliche Fernseher und Blu-ray-Abspielgeräte für 2010 an.

„Nächstes Jahr wird sich das Fernsehen dramatisch verändern“, prophezeite Panasonic-Manager Yoshiiku Miyata vollmundig. „Es wird nicht mehr etwas sein, was Sie sehen, sondern etwas, was Sie fühlen.“ Panasonic gehe davon aus, als erster Hersteller mit einer Komplettlösung von der Produktion von 3D-Bildern bis hin zu Endgeräten auf den Markt zu kommen.

Aber auch Sony will eine führende Rolle bei der neuen Technik übernehmen. Konzernchef Howard Stringer präsentierte in Berlin ein 3D-System („real 3D“) für Kinos, Fernsehgeräte und die Spielekonsole Playstation 3. Der Vorteil von Sony: Zum Konzern gehört auch ein eigenes Hollywood-Studio, das zum Start der neuen Technik gleich einen 3D-Film produzieren will. „Es geht darum, Software, Geräte und Inhalte gleichzeitig anzubieten“, betonte Europachef Nishida.

Disney begeistert

Schon sieht auch das Hollywood-Studio Disney angesichts des 3D-Booms im Kino starke Nachfrage der Verbraucher nach dreidimensionalen Bildern auf dem heimischen Fernseher. „Uns erreichen ständig Nachfragen von Verbrauchern, wann sie 3D-Bilder auch zuhause bekommen können“, sagte Disney-Manager Ben Carr in Berlin.

www.NWZonline.de/fotos-wirtschaft

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