Ramsloh/Barßel - Die Gebrüder Ludger, August und Gerd Thedering aus Ramsloh sind stinksauer und verärgert. Sie müssen sich immer wieder wundern, was die Menschen so einfach in die Altkleidercontainer der Aktion „Pater Beda“ werfen. Dabei sollte nur aussortierte Kleidung in dem Containern landen. „Wir erleben es immer wieder, dass die Menschen auch sonstigen Müll einwerfen. Angefangen von Flaschen, Dosen, Obst und Gemüse bis hin zu Kartons mit Iglo-Ware. Das ist nicht immer nur ein schlimmer Anblick sondern die Textilien werden dadurch beschmutzt“, sagt Ludger Thedering. Teilweise würde auch Müll einfach neben den Container abgestellt. „Immer dann, wenn die Container voll sind“, so August Thedering. Weil die Menschen die Säcke nicht wieder mitnehmen wollen, stellen sie diese einfach davor – sehr zum Ärger der freiwilligen Helfer.

„Leider sind das immer wieder keine schönen Bilder“, sagen die drei ehrenamtlichen Helfer aus Ramsloh. Sie würden sich wünschen, dass die Menschen achtsamer mit ihren Kleiderspenden umgehen. Doch von ihrem Engagement für die Aktion Pater Beda wollen sich die drei nicht entmutigen lassen. Die Brüder appellieren daher an die Bevölkerung, nicht den Müll im Altkleidercontainer zu entsorgen. Sollten die Container voll sein, dann bitten sie darum, dass die Menschen ihre Säcke wieder mit nach Hause und zu einem späteren Zeitpunkt anliefern.

Ludger Thedering unterstützt seit Jahrzehnten den Akionskreis Pater Beda. Dafür weilte der frische Rentner, der noch bis vor einigen Wochen bei der Moorkultur in Ramsloh arbeitete, auch schon für einige Tage in Brasilien, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, wo der Erlös der Altkleidersammlung bleibt. „Wir haben früher Altkleider in Karton und Plastiktüten gesammelt. Heute stehen diese Containern vor Ort“, sagt Ludger Thedering.