RAMSLOH - Ausländische Großunternehmen aus Asien oder Nordamerika haben ihre europäischen Hauptniederlassungen häufig in München, London, Paris, eventuell Frankfurt oder Manchester kommen noch in Frage. Die Lorom Group Ltd. aus Taiwan hat sie seit Oktober vergangenen Jahres in Ramsloh. Genauer gesagt hinter der OLB-Filiale an der Veilchenstraße befinden sich die Räumlichkeiten des nach eigenen Angaben mit zu den führenden Anbietern von Kabeln und Kabelsystemen sowie elektronischen Komponenten zählenden Unternehmen.
„Wir finden hier ideale Bedingungen vor“, sagt Heinz-Hermann Thelken, Vice President Marketing & Sales Europe. Dazu gehören eine schnelle Datenautobahn, ein Umfeld mit vielen Arbeitskräften aus der Kabelindustrie (Leoni, Waskönig + Walter), günstige Büromieten sowie kurze Arbeitswege für die Angestellten. „Mit unserer Zentrale in Taiwan und den Fertigungsstätten in China kommunizieren wir per E-Mail oder Videokonferenz. Da ist es eigentlich egal, ob die Europaniederlassung in Ramsloh oder Hintertupfingen liegt“, lächelt Thelken. Global ist man heutzutage eben schon per Mausklick.
Insgesamt vier Mitarbeiter zählt Lorom Europe in Ramsloh derzeit noch. Aber laut Thelken könnten es bald mehr werden. „Wenn sich der Markt für uns weiter positiv entwickelt, könnten wir noch Mitarbeiter im Bereich Vertrieb, Produktmanagement und für sonstige Bürotätigkeiten einstellen“, sagt der Barßeler. Wie seine Kollegen Gerold Többen, Andreas Wilhelm und Thorsten Meyer war er vor dem Engagement bei Lorom für den Kabelspezialisten Leoni in Friesoythe tätig.
In Ramsloh kümmern sich die mit Ausnahme des Franken Andreas Wilhelm aus dem Nordkreis Cloppenburg und Rhauderfehn stammenden Lorom-Mitarbeiter um Vertrieb, Marketing, aber auch um die Entwicklung von maßgeschneiderten Kabelsystemen und anderen Komponenten für die Elektronikindustrie. Zu den Kunden der Ramsloher zählen in Europa unter anderem Siemens, Bosch und Blaupunkt. „Wir wollen demnächst verstärkt Produkte für Kraftwerke sowie Solar- und Windenergieanlagen anbieten“, so Thelken.
