RAMSLOH - Es sei zwar keine Milliardeninvestition wie bei Mercedes in Bremen, aber immerhin sei der Bürgerwindpark Ostermoor die größte Investition im Landkreis Cloppenburg, sagte ein gut gelaunter Bürgermeister Hubert Frye am Freitagmorgen im Saterländer Rathaus.

Grund für seine gute Stimmung war die Unterzeichnung des Durchführungsvertrages zwischen der Gemeinde Saterland und der Windenergie Ostermoor GmbH & Co.KG. Die Geschäftsführer der Windenergie Ostermoor, Guido Reiners und Christoph Gravel sowie die Vorstände der Raiffeisenbank Scharrel, Günther Lanfermann und Walter Bockhorst, kamen mit Frye und dem Ratsvorsitzenden Heinz Kröger zur Unterzeichnung zusammen.

Beide Vertragspartner betonten die gute Zusammenarbeit, durch die das Vorhaben sehr schnell vorangetrieben werden konnte. Im April soll mit der Errichtung der 24 Windkraftanlage der Firma Enercon begonnen werden. Eine Investitionssumme von 118 Millionen Euro muss aufgebracht werden. Hier kommen die Bürger ins Spiel. 18 Millionen Euro könnten von Bürgerseite investiert werden, wobei mindestens 3000 Euro angelegt werden müssten. Eine Grenze nach oben werde es ebenfalls geben, die Höhe stehe allerdings noch nicht fest. Die restlichen 100 Millionen finanziert die Raiba Scharrel.

Wie Reiners mitteilte, sollen die 186 Meter hohen Anlagen bis zum Ende des Jahres am Netz sein. Diese Anlagen produzieren dann 72 Megawatt Strom – so viel, dass damit rechnerisch alle privaten Haushalte des Landkreises versorgt werden könnten.