RAMSLOH - Mit Dr. Gustav Schünemann, der seit Gründung des Touristikvereins vor 36 Jahren als Vorsitzender dem Verein „Erholungsgebiet Barßel-Saterland vorsteht, verlässt ein Vollblutehrenamtlicher die Brücke des Schiffes. Auf der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend im Saterländer Hof in Ramsloh trat Schünemann als Vorsitzender zurück. Einstimmig wählten ihn die Anwesenden zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Zum Nachfolger von Gustav Schünemann wurde ebenso einstimmig der bisherige Beisitzer im Vorstand, Hans Budde aus Barßel, gewählt. Als neuer Beisitzer in den Vorstand des Touristikvereins wählten die Vereinsmitglieder Josef Baumann, den langjährigen Bauamtsleiter der Gemeinde Barßel.

„Es fällt mir nicht leicht, nach 36 Jahren das Amt niederzulegen“, bekannte Schünemann. Als Höhepunkte seiner Amtszeit sah Schünemann unter anderem den Aufbau des Museums in Elisabethfehn, die Gründung der Deutschen Fehnroute sowie den Zusammenschluss des Touristikvereins mit der Gemeinde Saterland sowie den Erfolg der Fahrgastschiffe.

Der 2. Vorsitzende des Vereins, Wilhelm Moormann, bezeichnete den bisherigen Vorsitzenden als Kapitän, der das „Touristik-Schiff Barßel-Saterland“ 36 Jahre lang mit viel Engagement, großem Geschick und unermüdlichem Einsatz geführt habe. „Mit Gustav Schünemann gibt ein Vollblutehrenamtlicher den Vorsitz ab, der wegen seines besonderen Einsatzes und wegen seiner besonderen Verdienste um das Gemeinwohl und um unsere besondere Landschaft bekannt ist, wie ein bunter Hund“ sagte Moormann. Sein stets frohes Naturell, seine positive und ansprechende Einstellung auch in nicht so glücklichen Zeiten, sein spaßiges und angenehmes Wesen und sein respektvoller Umgang mit allen, die ihm begegnen, seien das Fundamt des Touristikvereins. Moormann zollte Schünemann im Namen aller Anwesenden Respekt, Dank und Anerkennung.

Die Mitglieder wählten anschließend Hans Budde einstimmig zum Nachfolger von Gustav Schünemann. „Du hast ein gut bestelltes Feld hinterlassen, was es jetzt weiter zu entwickeln gilt“ sagte Budde. Vor dem Hintergrund gestiegener Kosten und möglicher sinkender Zuschüsse kündigte Budde für den Verein einen Sparkurs an.

Geschäftsführer Jens Lindstädt legte zum Abschluss der Versammlung den Mitgliedern die Vereinsbilanz für das Geschäftsjahr 2009 vor. So beförderte die MS Spitzhörn bei ihren 147 Fahrten 8415 Personen. Die Zahl der Vereinsmitglieder sank von 191 auf 175. Die Übernachtungszahl einschließlich Campingplatz und Reisemobilstellplätze betrugen im vergangenen Jahr 113000 Übernachtungen und in die Touristinfos kamen 1488 Besucher.