Zetel - Die Fahrgeschäfte und Karussells benötigen immer mehr Energie. Diese Entwicklung macht natürlich auch vor dem Zeteler Markt nicht Halt. Die in Zetel-Bohlenberge ansässige Firma Duden garantiert seit Jahrzehnten eine reibungslose Versorgung mit Strom. Nach Aussage von Unternehmenschef Andreas Mannott beginnen die Vorbereitungen für die „fünfte Jahreszeit“ rund zwei Wochen vor Marktbeginn: „Wir müssen insgesamt rund 40 Stromkästen für die Belieferung der Schausteller aufbauen.“ Zusätzlich müssen noch Kabelleitungen verlegt werden. Mannott: „Das ist aber im Laufe der Zeit deutlich weniger geworden, da ein großer Teil der Kabel im Erdreich verlegt ist.“ Ganz früher seien noch sogenannte Telegrafenmasten eigens für den Markt aufgestellt worden, um die Stände mit Strom zu versorgen. Das sei aber mittlerweile schon lange nicht mehr der Fall.
In diesem Jahr müssen die Mitarbeiter der Firma Duden mit Heinz-Günther Alberts an der Spitze zwischen 160 und 170 Schausteller mit Anschlüssen ausstatten. Das sei schon ein recht großer Aufwand, den es zu bewältigen gelte. Alberts begleitet seit 35 Jahren als Elektriker den Zeteler Markt.
Der Energieverbrauch habe im Laufe der Jahre ständig zugenommen, so der Firmenchef Mannott. Die spektakulären Fahrgeschäfte und die schnellen Karussells seien die Ursache für den rasanten Anstieg der Stromnachfrage. Bei Spitzenleistungen bis zu 1 200 kW werden rund 80 000 kWh über die Markttage verbraucht. Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus benötigt bei einer Leistung von 6 bis 8 kW rund 3 000 bis 5 000 kWh im Jahr. Das mache die Dimensionen deutlich.
Nicht nur die Schausteller hoffen auf gute äußere Bedingungen. Auch die Elektriker des Zeteler Betriebes setzen auf trockenes Wetter. Bei Regen treten eher Schwierigkeiten auf, da die Beleuchtungsanlagen und Steckverbindungen leichter Feuchtigkeitsprobleme verursachen. Nicht zuletzt auch deshalb garantiert die Firma Duden an allen Markttagen durch einen permanenten Bereitschaftsdienst über 24 Stunden eine Versorgung mit Strom.
Klingt der Markt am Mittwoch in der Nacht zu Donnerstag aus, muss in den frühen Morgenstunden die Stromversorgung der Schausteller abgeklemmt werden, die noch nachts abreisen. Alle anderen werden am Donnerstag abgeklemmt, die Stromkästen und Kabel wieder demontiert und der Markthamm sieht dann wieder aus wie immer.
