Cloppenburg - Zwei Tage glich die Cloppenburger Münsterlandhalle einem Naturpark, in dem es aus vielstimmigen Kehlen krähte, gackerte und gurrte. Insgesamt rund 600 Gänse, Enten, Hühner, Zwerghühner, Tauben und Ziergeflügel aus etwa 60 verschiedenen Rassen und Farbenschlägen präsentierten sich auf der 38. Allgemeinen Cloppenburger Rassegeflügelschau.

Züchter aus den Landkreisen Cloppenburg, Vechta, Osnabrück und Emsland zeigten in einer bunten Artenvielfalt ihre Tiere, teils in Käfigen und Volieren, aber auch in einer Freiflugvoliere und auf einem Naturteich. Der Ausstellung angeschlossen war die Bezirkssonderschau Nord der Züchter der Hühnerrasse Welsumer und Zwerg-Welsumer.

Ein engagiertes Team um Ausstellungsleiter Alexander Afelt und Michael Menke hatte sich sehr große Mühe gegeben, um die Schau zu einem Erlebnis für Naturfreunde zu gestalten. Ein stilvolles Gesamtbild und eine große Artenvielfalt machte die Ausstellung aus Sicht vieler Besucher zu einer Schau der Superlative. Dieser Ansicht schlossen sich auch die Ehrengäste an, die der Vorsitzende des Cloppenburger Rassegeflügelzuchtvereins, Alexander Afelt, bei der offiziellen Eröffnung der Schau begrüßte. Zu ihnen zählten der stellvertretende Landrat Hermann Schröer, der Vertreter der Veterinärbehörde Dr. Hermann Seelhorst, Museumsdirektor Prof. Dr. Uwe Meiners und der stellvertretende Vorsitzende des Rassegeflügel-Kreisverbands Oldenburg-Süd Burkhard Licher.

Sie lobten das Engagement der Züchter, deren Arbeit ein sinnvolles Hobby und ein wertvoller Beitrag zur Erhaltung alter Rassen darstelle, die ohne den Idealismus der Kleintierzüchter längst ausgestorben wären.

Besonders gelobt wurden die erfolgreichen Bemühungen der Rassegeflügelzüchter, in zahlreichen Jugendlichen die Liebe zur Kreatur zu wecken und den Umweltschutz zu fördern. Tierärztin Dr. Ute Schmuck ging in einem Kurzreferat auf Verordnungen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen ein.


Vertreter der Züchter des Welsumer Huhns zeigten sich positiv überrascht vom Ambiente der Ausstellung. „So etwas bekommt man nur selten zu sehen“, so der allgemeine Tenor der Fachleute von auswärts.