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Prävention Arbeitsalltag für 350 Mitarbeiter mal anders

Rastede - Grippeimpfung statt Kundentermin, Fahrsimulator statt Buchhaltung und Grüner Bio-Smoothie statt Toastbrot – am Mittwoch wurde der Arbeitsalltag bei der Firma Broetje-Automation im Industriegebiet Autobahnkreuz Oldenburg-Nord in Sachen Gesundheit und Sicherheit optimiert. Denn die Abteilung HSE (Gesundheit, Sicherheit, Umwelt) hatte erstmals am neuen Standort in Rastede ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. „Wir wollen die Mitarbeiter sensibilisieren, auch gesundheitsbewusst zu arbeiten. Es geht heute aber auch um Prävention“, erläutert Marc Lüers, der im Unternehmen für den Bereich HSE zuständig ist.

Unterstützt wurde er von einigen Werksstudenten und Auszubildenden, die Vorbereitungen dauerten ungefähr ein halbes Jahr. Einige Mitarbeiter wurden in Sachen Brandbekämpfung geschult, von der Berufsgenossenschaft wurde ein Fahrsimulator aufgestellt, bei dem die Mitarbeiter „Multitasking“ am Steuer erleben konnten. Auch Blutspenden und Grippeimpfungen wurden angeboten, eine Krankenkasse hielt Vorträge zur Verbesserung der eigenen Leistungsfähigkeit, ebenfalls konnte die Stressbelastung getestet und analysiert werden.

Typische Krankheiten

Die rund 350 Mitarbeiter hätten – wie in vielen Unternehmen – vor allem mit Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischer Belastung zu tun, hieß es. Um Krankheiten entgegenzuwirken, macht das Unternehmen, das Produzent und Zulieferer für die Luft- und Raumfahrtindustrie ist, auch abseits des mittlerweile dritten Gesundheitstages viel für die Gesundheit der Mitarbeiter: betriebsärztliche Betreuung, gesundes Essen in der Kantine, eine mitarbeitergerechte Einrichtung des Arbeitsplatzes oder die Mitgliedschaft in einem Sportverbund sind nur einige Beispiele, wie Lüers erläutert.

„Die Gesundheit und Sicherheit ist bei uns ein großes Thema, denn die Mitarbeiter sind das Kapital. Wir versuchen im Vorfeld der Gesunderhaltung, dass möglich zu machen, was wir können“, so Lüers. Diese Bemühungen honorieren die Mitarbeiter: „Ich finde gut, dass es so einen Gesundheitstag gibt. Es ist ein Signal an die Mitarbeiter, auch arbeitet eine Firma wirtschaftlicher, wenn alle gesund sind“, sagt Nane Onken (26). Sie ist Werksstudentin und beobachtet, dass Gesundheit vor allem in größeren Unternehmen eine immer wichtigere Rolle spielt, vor allem auch weil psychische Bealtungen zunehmen. Gleitzeit und flexible Arbeitszeiten, wie bei der Broetje-Automation, wirken diesem Stress entgegen.

Sozialer Gedanke

Berit Täuber ist in der Buchhaltung tätig, besuchte am Mittwoch aber Vorträge, das Fahrtraining und ermittelte ihr Stresslevel. „Gesundheitsmanagement im Unternehmen finde ich wichtig, damit die Mitarbeiter kommunikationsfähig und gesund bleiben“, so die 57-Jährige. Auch das Miteinander werde beispielsweise durch den Betriebssport – sie macht Nordic Walking – gestärkt.

Mareike Fangmann
Mareike Fangmann Redaktion Münsterland
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