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Bauernmuseum Eine Reise in die Vergangenheit

RASTEDE - Alte Waschmaschinen, eine Schneiderei, ein Holzpflug aus dem achtzehnten Jahrhundert mit originaler Holzachse, eine Imkerei sowie Schuhmacherei von Max Ostendorf aus Nuttel sind nur einige Teile der großen landwirtschaftlichen Sammlung des Bauernmuseums auf dem „Brötje Hof“. Diese können ab sofort bis Oktober dieses Jahres von Besuchern angeschaut werden – denn das Museum startet in die neue Saison.

Auf über 3800 Quadratmetern Ausstellungsfläche lassen sich die in Kleinarbeit zusammengetragenen Stücke rund um die Entwicklung der landwirtschaftlichen Technik finden.

Schmuckstück

Diese stammen aus den letzten zwei Jahrhunderten. „70 Prozent davon hat mein Vater selber gesammelt“, sagt Museumsleiter Detlef Brötje. „Wir sind ein Familienbetrieb. Meine Frau Petra und meine Mutter Annemarie arbeiten hier mit mir zusammen. Seit 2008 ist das Bauernmuseum staatlich anerkannt. Wir führen es privat. In dieser Art ist es mit das größte in Deutschland.“

Das Schmuckstück der Ausstellung, so Brötje, ist der Ackerschlepper „Lanz Bulldog“ in der großen Halle. „Alle Maschinen, die wir hier haben, funktionieren auch noch. Bei Führungen werfe ich sie auch mal an“, sagt Brötje. In der großen Halle befinden sich außerdem fünf Oldtimer, Dreschmaschinen, Ackerwagen und ein Mähdrescher von 1951. Aber auch etwas kuriosere Ausstellungsstücke hat Familie Brötje anzubieten, wie eine Eiersortiermaschine, eine Melkmaschine oder eine Sack-Ausklopf-Maschine. „Damit wurden früher nach dem Krieg die letzten Mehlreste aus den Säcken geklopft“, erklärt Brötje. Alle Gerätschaften sind mit kleinen Holztafeln versehen, die den Namen der Maschine verraten. Um die Führung abzurunden, hat Brötje eine kleine Galerie mit Dokumenten und alten Bildern vom „Brötje Hof“ eingerichtet.

Grillen in Remise

So wird zum Beispiel erklärt, dass der „Brötje Hof“ früher „Fabriciushof“ hieß. 1666 errichtete Johannes Fabricius das Fachwerkhaus auf dem Gelände. Durch eine Heirat einer Enkelin Fabricius’ mit Landwirt Gerd Brötje im Jahre 1695 bekam der heutige Hof seinen Namen. „Später hat mein Vater dann das Museum gegründet“, sagt Brötje. Der Ausbau dauerte von 1988 bis 1990.


Für Besuchergruppen hat Brötje ein spezielles Angebot parat. In einer Remise auf dem Gelände grillt er, wenn gewünscht, für die Gäste oder bereitet andere Leckereien vor. Auch der original Ammerländer Löffeltrunk kann probiert werden. Seit 2007 gibt es hauptsächlich für Radfahrer das große Pfingstfest mit Ausschank.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland
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