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Bauernmuseum Wie vor über 100 Jahren gekocht wurde

RASTEDE - Die Besucherzahlen steigen von Jahr zu Jahr. Und wenn sich die Wetterprognose für das Pfingstwochenende bewahrheitet, dann dürfte es in diesem Jahr einen neuen Rekord beim Pfingstfest rund um das Bauernmuseum an der Raiffeisenstraße in Rastede geben.

Am Pfingstsonntag und Pfingstmontag, 27. und 28. Mai, lädt Detlef Brötje zum mittlerweile sechsten Mal zum Pfingstfest ein. Das Außengelände ist an beiden Tagen jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Ausflügler können im Schatten oder in der Sonne Platz nehmen, deftigen Eintopf, Gegrilltes, Kaffee und Kuchen oder kühle Getränke genießen. Auch die urige Remise lädt zum Verweilen ein. „Wir haben ausreichend Sitzgelegenheiten“, sagt Brötje, der das Bauernmuseum betreibt.

Am Montag dürfen sich Besucher zudem auf einen besonderen Blickfang freuen. Dann ist der Oldtimer-Treckerclub Rastede zu Gast beim Bauernmuseum und zeigt seine Fahrzeuge. „Vom Hanomag über Deutz und Fendt bis hin zum Holder gibt es viel zu sehen“, verspricht Brötje.

An beiden Tagen ist natürlich auch das Bauernmuseum geöffnet. Erwachsene zahlen drei Euro Eintritt, Kinder und Jugendliche 1,50 Euro. Bis sechs Jahre ist der Eintritt frei.


Nach Angaben Brötjes handelt es sich wohl um das größte privat geführte Museum in Deutschland – zumindest hinsichtlich der mehreren Tausend Ausstellungsstücke, die es auf verschiedenen Ebenen und in mehreren Gebäuden zu begutachten gibt. Bäuerliche und hauswirtschaftliche Geräte aus mehreren Jahrhunderten sind hier auf mehr als 3000 Quadratmeter Ausstellungsfläche versammelt.

Neu arrangiert hat Brötje den Themenbereich Küche. Dort finden sich viele Utensilien, die in der Zeit von 1900 bis 1960 in vielen Haushalten zur Ausstattung gehörten. Eine Brennhexe gibt es ebenso zu sehen wie einen Stangenherd aus dem Jahr 1920 oder Stubenöfen aus den Jahren 1935 und 1940.

Ein Schnellkochtopf aus dem Jahr 1900, ein Wecktopf mit Thermometer oder ein Küchenschrank aus dem Jahr 1905 vervollständigen die Sammlung, die Brötje über viele Jahre angehäuft hat.

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http://www.bauernmuseum-rastede.de

Der Brötje-Hof,

ehemals Fabriciushof, blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück: Die Fabricius waren ein altes Pastorengeschlecht aus Jever. Dort lebte um 1600 der Kupferschmied Hinrich Djemann. Sein Sohn Johannes, der durch sein Studium der Theologie in Wittenberg das Pastorengeschlecht begründete, setzte den Nachnamen seiner Familie ins Lateinische um. So wurde der Schmied zum Faber oder Fabricius.

Aus der Ehe des Johannes Fabricius mit seiner Frau Ilsabe Essenia, auch aus einer Pastorenfamilie, gingen zwölf Kinder hervor. Bei einigen von ihnen standen Graf Anton Günther sowie weitere Mitglieder der gräflichen Familie Pate. Der Sohn Albertus (geb. 1631 in Rastede) war von 1658-1679 Pastor in Rastede.

Da Albertus, wie sein Vater, beim Grafen in großer Gunst stand, schenkte der ihm Grund und Boden in Hostemost und das Bauholz für ein Haus. So errichtete Fabricius dort 1666 das schöne Fachwerkhaus.

Der Fabricius-Hof erhielt seinen heutigen Namen „Brötje-Hof“ durch die Heirat im Jahre 1695 einer Tochter des Albertus Fabricius mit dem Landwirt Gerd Brötje.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede
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