RASTEDE - Viele Erinnerungen wurden wach, als die Kreisgruppe Rastede-Oldenburg-Delmenhorst im Bund Deutscher Kraftfahrer im „Hof von Oldenburg“ ihr 50-jähriges Bestehen feierte – so beispielsweise an die ersten Versammlungen. Privatwagen standen den Mitgliedern damals nur in sehr geringem Umfang zur Verfügung, doch Stine Twiest, die ein Taxi-Unternehmen führte, fuhr die Mitglieder zu den Zusammenkünften und zurück.

Erst wenige Jahre jung war damals der Dachverband, gegründet Anfang der 50er Jahre in Braunschweig, um den Kraftfahrern die gleiche berufliche Anerkennung und damit einhergehend die gleiche soziale Absicherung wie alle anderen Berufsgruppen in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland zu ermöglichen.

Vornehmlich wollte die Organisation auch den Mitgliedern die Möglichkeit zum Erwerb des Facharbeiterbriefes für Berufskraftfahrer eröffnen, hieß es im Rückblick.

In Rastede war es Wilhelm Fischer, der am 14. Juni 1958 mit Hinnerk Busker, Erich Brunken, Jan Klok, Heino Lewedag und Heinrich Piepersjohanns den neuen Ortsverband Rastede ins Leben rief. Die ersten Zusammenkünfte fanden in einem Hinterzimmer der Gaststätte „Graf-Anton-Günther“ statt, wie aus der Chronik des Vereins hervorgeht. Der heutige erste Vorsitzende Gerold Rode konnte in der Jubiläumsveranstaltung noch einige Männer der ersten Stunde ehren.

Heute gehören dem Kreisverband Rastede-Oldenburg -Delmenhorst 60 Mitglieder an. Nach wie vor sind Schulungen und Informationsveranstaltungen über aktuelle Themen (Führerscheinregelungen, Pflegeversicherung, Berufsgenossenschaft und vieles mehr ein Teil der Aktivitäten des Verbandes. Daneben werden aber auch Mehrtagesausflüge und Werksbesichtigungen unternommen.


Zum festen Programm gehört auch der Informationsstand auf dem Ellernfest, auf den Rastedes Bürgermeister Dieter Decker besonders hinwies.

Er überbrachte die Gratulationen der Gemeinde Rastede und würdigte vor allem das große ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. Die Mobilität auf den Straßen habe sich im Laufe der Jahre stark verändert. Der Beruf des Kraftfahrers sei heute ein sehr anspruchsvoller Beruf geworden, der sehr viel Aufmerksamkeit und Konzentration erfordere, erklärte Decker.

Unter den Gästen befanden sich auch Abordnungen benachbarter Kreisverbände, von Landesverbänden und des Bundesverbandes mit Sitz in Düsseldorf. Im Anschluss an die Festlichkeiten folgten noch zwei Fachreferate. Eine im Saal ausgelegte Chronik erinnerte zudem an viele weitere Begebenheiten aus den fünfzig Jahren des Bestehens des Ortverbandes.