RASTEDE - RASTEDE - Die Raiffeisenbank Rastede hat sich im schärfer werdenden Wettbewerb gut behauptet. Diese Aussage traf die Geschäftsführung in der Generalversammlung im „Schloss-Hotel Hof von Oldenburg“. Die Bankvorstände Egon Bunjes und Siegfried Chmielewski werten die Gewinne im vergangenen Jahr umso höher ein, da viele andere Institute rückläufige Zahlen hinnehmen müssen.
So stiegen im vergangenen Jahr die Kundeneinlagen um 14,7 Prozent an, die Spareinlagen um 16,4 Prozent. Das Eigenkapital wuchs um fünf Prozent auf 9,24 Millionen Euro, die Kundenkredite erreichten mit knapp zwei Millionen Euro ein Plus von 2,4 Prozent. 498 000 Euro betrug der Jahresüberschuss – bei einer Bilanzsumme von 128 Millionen Euro.
Trotz der positiven Zahlen bleibt die Risikolage im Kreditgeschäft angespannt, erklärte Bunjes, auch wenn das Rasteder Genossenschaftsunternehmen von größeren Ausfällen verschont geblieben sei. Eine Verbesserung der Situation könne nur im Rahmen einer gesamtwirtschaftlichen Erholung eintreten, „für die es aber gegenwärtig keine tragfähigen Anhaltspunkte gibt“.
Auch das anhaltend niedrige Zinsniveau habe der Wirtschaft nicht die erhofften Impulse gegeben. Der Vorstand rechnet in naher Zukunft nicht mit steigenden Zinsen, betrachtet aber eine längere Niedrigzinsphase als möglichen Nährboden für eine Zinsblase, „deren Platzen einen erneuten Rückschlag für die wirtschaftliche Erholung bedeuten würde“.
Die Raiffeisenbank Rastede zählt etwa 3000 Mitglieder. Auf die Geschäftsguthaben wird laut Beschluss der Versammlung eine Dividende von sechs Prozent gezahlt.
Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden Ralf Kobbe (Wahnbek) und Heiko Menke (Hahn) wiedergewählt. Gerd Bruns schied nach 32-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit aus.Vorstandsmitglied Siegfried Chmielewski würdigte seine Verdienste in einer Laudatio. Die Nachfolge tritt mit Kerstin Quathamer erstmals eine Frau an.
